Montag, 13. November 2017

Warum ich mir den NaNoWriMo antue

Ich habe Spaß am Schreiben. Aber ich bin auch verdammt faul. Ich brauche viel Motivation, um mich aufzurappeln. In der Regel habe ich die unter der Woche nicht, am Wochenende dagegen kann ich mich freier entfalten. Wenn ich montags bis freitags abends nach Hause komme, dann will ich meinen Laptop eigentlich nicht mehr sehen. Wenn mich die Lust doch spontan überkommt, dann schreibe ich. Die Folge für den NaNoWriMo, in dem 50.000 Wörter in einem Monat das Ziel sind, ist klar: Ich bin dauerhaft im Rückstand. Am Wochenende ist dann Aufholen angesagt und auch da schaffe ich dann je Tag maximal 5000 Wörter. Aber ist das denn nicht ein unheimlicher Druck und zu viel Stress und hat man dann überhaupt noch etwas vom Leben?

Ich habe mir diese Frage nie gestellt. Ich weiß, dass gerade zur Zeit Stress für mich pures Gift ist, von dem ich mich zurzeit nur langsam erhole. Und es ist ein Teufelskreis, der mich aufsaugt und nicht wieder ausspuckt. Es tut weh. Aber auch nur, wenn ich in Stress gerate. Nur wie kann man gerade bei diesem Zeitdruck, in 30 Tagen 50.000 Wörter schreiben zu müssen, nicht in Stress geraten? Indem man sich nicht vornimmt, die 50.000 zu schaffen. Diese Zahl ist nur ein Richtwert. Ich verliere nicht, wenn ich sie nicht erreiche. Ich gewinne sogar auf ganzer Linie, indem ich teilnehme. Vor allem, da ich in letzter Zeit den Routinefaden verloren habe und in Verzweiflung festhänge. Ich bin seit Januar als nebenbei selbstständige Autorin gemeldet und habe noch nichts Veröffentlichungsreifes zustande gebracht. Der Gedanke an meine Naivität setzt mich ständig unter Druck und ich fühle mich scheußlich. Aber es hält mich auch vom Schreiben ab und insofern ist der NaNoWriMo die reinste Therapie. Er zwingt mich, mich mit meinen Ideen auseinander zu setzen, statt mit meinen Zweifeln. Und wenn ich auch nur die Hälfte des Weges im November schaffe, nur 25.000 Wörter, dann schaffe ich den Rest im Lauf der Monate danach!

Fazit: Der NaNoWriMo sollte nicht todernst genommen werden. Wer von sich selbst und seiner Leistungsfähigkeit nicht abverlangen kann, in 30 Tagen so viel zu schreiben, der sollte sich auch weniger zugestehen. Schreibt so viel, wie ihr schafft! Freut euch an euren Schöpfungen und genießt eure Welten in vollen Zügen. Wir sind Gewinner, weil wir unsere Leidenschaft leben. Nicht, weil wir unter Druck ein Buch in 30 Tagen schreiben.

Sonntag, 29. Oktober 2017

Fremder Himmel von Dennis Frey

Meine erste Frage, als ich von Fremder Himmel erfuhr: Wann kann man das kaufen? Ich bin meines Zeichens recht verzweifelte Nachwuchs-Autorin mit zweifelhaftem Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten, aber einer im Gegensatz dazu immensen Schreibleidenschaft. Ich mache viele Fehler, obwohl ich bereits einige über die Jahre ausgebessert habe. Monas Geschichte hat mich angezogen wie ein Magnet. So überzeugt sie auch von ihrer Geschichte ist, sieht sie doch die Macken nicht. Mona ist betriebsblind. Aber das ist nichts, das man nicht mit einem kleinen Trip ins eigene Buch ändern könnte ;).

Als der dubiose Lektor Bragi in Monas Leben auftaucht und sie nach Kaemnor befördert, reagiert sie zunächst gar nicht wie erwartet. In ihrer Heimat Hamburg hatte sie bislang nur einen eher eingeschränkten Blick auf ihre Schreibarbeit. Aber wenn sie jetzt die Augen in Hamburg schließt, wacht sie in Kaemnor wieder auf. Und recht schnell erkennt sie, dass es gar nicht so übel gewesen wäre, ab und an mal einen Tipp von ihrem Prof. anzunehmen. Und um mal etwas zu den durch besagten Prof. gegebenen Tipps im Buch zu sagen: Die sind super!

Mittwoch, 18. Oktober 2017

Medusas Fluch - Emily Thomsen

Medusa ist kein gewöhnliches Mädchen. Sie ist die Tochter der Göttin Gaia und sie ist verflucht. Von der eigenen Mutter mit einem Zauber belegt, wird sie nie die wahre Liebe finden können! Doch plötzlich taucht ein junger Mann auf, der sein eigenes Schicksal an den seidenen Faden hängt, denn jeder Mann, den die verfluchte Göttertochter liebt, erstarrt zu Stein. Und Medusa, die in der Menschenwelt unter dem Namen Marie Zuflucht gefunden hat, weiß nicht, wie sie sich von Jendrik länger fernhalten soll.

Ich war bei diesem Buch sofort in das Cover verliebt und die Geschichte brannte mir in den Gedanken. Ich wollte es lesen! Ein kurzweiliges Abenteuer mit 145 Seiten, das mich auf der Heimfahrt von der Fbm und den heutigen Vormittag gut unterhalten hat. Aber ich habe auch ein paar Kritikpunkte, denn vollkommen konnte mich die Geschichte um Medusa nicht fesseln.

Montag, 16. Oktober 2017

Die Frankfurter Buchmesse 2017 - Die zweite Heimat im Herzen

Ich gehe seit 2012 zur Frankfurter Buchmesse. In jedem Jahr gewinne ich neue Eindrücke, lerne neue Menschen kennen und Unmengen an Büchern. Erst im vorletzten Jahr habe ich begonnen, die Messe zwei Tage am Stück auszukosten. Im letzten Jahr habe ich zum ersten Mal mit anderen Autoren gesprochen. Und in diesem Jahr... davon werde ich euch in diesem kurzen Bericht erzählen.
Goodie Big Bag ;)

Der Samstag begann um 5:00 in der Früh. Ich stand auf, putzmunter, als hätte ich nicht zu wenig geschlafen. Ich schnappte den Koffer, den Rucksack und eine riesige Goodie-Tasche und lief zum Bahnhof. Den gesamten Morgen plapperte ich vor Aufregung wie ein Wasserfall, voller Vorfreude auf die Frankfurter Buchmesse. Nur eben das Gepäck im Hotel abliefern und hinein ins Vergnügen. Und so landeten wir bald darauf in den heiligen Hallen der Messe, die ich in jedem Jahr aufs Neue vermisse. 

Sonntag, 3. September 2017

FearZ - Überleben in der Endzeit

"Geschichten aus der Gruft"
Der hängt so in der Paintball Fabrik
Anmeldung ;).
Viele lieben die Serie "The Walking Dead". Aber wir wünschen uns doch sicher nicht, dass das tatsächlich mal passiert. Zombies im real life. Wie würde das denn Enden? Sicher wären wir nicht halb so cool wie unsere Helden, die seit vielen Staffeln schon in der Apokalypse ausharren, verfolgt von Untoten und anderen Überlebenden. Nur der stärkste siegt gegen den ärgsten Feind. Nein, ich will wirklich nicht, dass wir von Zombies überrannt werden und Tag für Tag ums Überleben kämpfen, Hunger leiden, Angst haben und keinen sicheren Ort mehr finden. Aber wenn ich nur zwei Tage lang in der Apokalypse überleben muss, mich nur zwei Tagen Schlafmangel und Hunger aussetzen muss, körperlicher und psychischer Belastung, dann reizt es mich doch, diesen Nervenkitzel zu suchen. Ich will nicht, dass es real wird. Aber ich liebe es einfach, zu spielen. Was nicht heißt, dass ich gut darin bin ;). 

FearZ fand am 1. September 2017 zum 4. Mal statt, in Simmern in der "Paintballfabrik Montabaur". Im März habe ich mir die Karte mit zittrigen Fingern auf der Tastatur ergattert. Die Tickets der Survivor waren schnell weg, viel zu schnell. Ich wollte nie Zombie sein. Wenn man alltäglich gegen die Dämonen im eigenen Kopf kämpft macht es für mich keinen Sinn, als ein Dämon herum zu schlurfen. Ich weiß seit dem Event natürlich, dass auch das Zombiedasein lustig ist. Ich durfte sie ja hautnah erleben. Sehr nah teilweise. Aber seit meiner Panikerkrankung bin ich wohl ein Sucher des Nervenkitzel. Ich suche die Angst und fordere sie heraus. Und was bietet sich da mehr an, als eine Apokalypse? Eine Sache, die alles mit sich bringt, was ich nicht kann. Wollen wir doch mal sehen, ob das dann wirklich so war.

Sonntag, 20. August 2017

Wellenrauschen

Auf einer Welle von Angst zu reiten ist nur halb so lustig, wie es in einem bunten Kopfkino vielleicht aussehen mag. Getrieben von den Gezeiten der unerschöpflichen Unsinnigkeit der eigenen Launen ist es nicht leicht, auch nur einen Krümel Sand vom heiß ersehnten Land zu sehen. Zu geschwollen? Zu metaphorisch? Unzähmbar wie der Ozean, oder wie auch immer man das beschreiben soll, was in

einem Kopf alles gleichzeitig geschehen kann. Ja, vielleicht sind die tausend Stimmen meiner Gedanken mit dem Tosen des Meeres zu vergleichen. Sie sind laut und unbeugsam gegenüber meinem Willen. Ein Wille, der mit zwei Leuchtstäben am Strand steht und wild fuchtelt, um die Wellen in ihrer Richtung zu weisen. Scherzkeks. Wellen sind keine Flugzeuge. In ihnen sitzen keine Kontrolleure, die die Ereignisse steuern. Wellen können sanft sein und liebevoll. Sie können hart sein und schmerzlich gegen die Felsen deiner Fantasie branden. Wenn ich mir ein klares Rauschen erhoffe, schenken sie mir immerzu das Schäumen und den Lärm. Tief darunter verborgen wartet die wahre Schönheit auf ihre Entdeckung. Dort, wo nur noch Schwärze wartet, wo das Blau selbst untergeht. Wo du nicht siehst, was auf dich lauert. Aber müssen wir uns vor dem fürchten, was wir nicht sehen können? Ich spüre die Kälte des Wassers und sehe das Nichts. Aber meine Ohren hören den Gesang von Walen und das Schnattern von Delfinen. Das Gleiten der Schwingen von Mantarochen durch den Widerstand der Strömung. Da unten, wo ich nicht fähig bin zu leben, nicht vermag zu atmen, kann ich frei sein.

Und obgleich das alles keinen Sinn ergeben mag, erscheint es mir gut und schlecht zugleich. Denn die Angst bleibt an meiner Seite und die Qualen mögen oftmals über die Schönheit siegen, aber wie die Wellen werde auch ich nicht gänzlich brechen. Denn eine Welle, die bricht, formt aus ihrem Wasser eine sanfte Flut mit weißer Krone. Und sie findet Land. Das tut sie immer.

Donnerstag, 17. August 2017

Palace of Pleasure - Bobbie Kitt

Als Natalie Lewis das erste Mal Hunter McVeigh begegnet, weiß sie sofort, dass er ein Mistkerl ist: reich, arrogant und leider auch unwiderstehlich sexy. Da Hunter ihr neuer Boss ist, begleitet sie ihn dennoch auf eine Geschäftsreise nach Europa. 

Doch bereits auf dem ersten Zwischenstopp muss sie feststellen, dass der Trip nicht nur der Firma dient. Denn ihr erstes Ziel ist das Palace of Pleasure – ein exklusiver Privatclub, in dem erotisches Vergnügen an erster Stelle steht. Langsam wird Natalie klar, dass sie Hunter nicht nur als Assistentin begleitet, sondern der unverschämte Kerl ganz andere Pläne mit ihr hat …(Quelle: Klappentext)


Donnerstag, 20. Juli 2017

Elesztrah - Fanny Bechert

Lysanna, eine Elfe mit verborgenen Fähigkeiten. Aerthas, ein Elf, der ihre Schatten teilt. Beide treffen mit einem gemeinsamen Ziel aufeinander: Den flammenden Lord besiegen. Dabei hat Lysanna eine besondere Motivation, schließlich hat ihr Widersacher ihren menschlichen Geliebten Mitzum in seiner Gewalt. Doch während der Vorbereitungen auf den großen Kampf kommen Lysanna und Aerthas sich näher und entdecken, dass sie weit mehr gemeinsam haben, als sie ahnen.

Ich habe das Buch letztes Jahr nach der Messe bestellt, nachdem ich am Stand keines mehr ergattern konnte. Nun habe ich es endlich gelesen und ich gebe ehrlich zu, dass ich nicht der Typ für High-Fantasy bin. Ich liebe fantastische Welten und Magie und alles, was dazu gehört. Aber irgendwie fehlt mir in solchen Geschichten oft der Bezug zum Hier und Jetzt. Bei Elesztrah hatte ich Schwierigkeiten, mich in diese Welt hinein zu versetzen, weil es mein erstes reines High-Fantasy Buch mit Elfen und Trollen und anderen Wesen war. Dennoch hat mich die Geschichte dann nach 2/3 nicht mehr loslassen wollen. Trotz einiger Zeitsprünge, die die Autorin gekonnt überbrückt hat, kam ich entgegen meiner Schwierigkeiten mit dem Genre in dieser Welt ganz gut zurecht. Wenn es auch dennoch ein wenig befremdlich blieb, aber das ist Geschmackssache.

Dienstag, 4. Juli 2017

Andernach schmeckt - Nach (Man)gold und Cupcakes

Ein Wochenende im Jahr besticht die Innenstadt von Andernach mit den köstlichen Düften von frisch gegrilltem Fleisch, süßen Backwaren und auch fruchtigen Cocktails. International geht es zu auf diesem Event der Geschmacksnerven, auf dem nicht nur die deutsche Küche eine Bühne findet. Ich konnte leider nicht an allen Ständen probieren, mein Magen war zu schnell vollgestopft mit Leckereien. Aber der Besuch hat sich gelohnt und er lohnt sich in jedem Jahr, denn wann sonst trifft man so viele bunte Menschen in der Heimat, wenn nicht auf diesen Veranstaltungen der Stadt Andernach (Auch zur Kulturnacht, zu der ich in diesem Jahr leider nicht gehen kann x_x)? Ich gehe gerne hin und schaue mir die Massen an, wie sie durch die Straßen flanieren und genießen. Und ich gehe mit ihnen und spinne im Kopf meine Geschichten, angeregt von der Stimmung auf dem Fest.


Der Ausflug begann mit einem Grummeln. Es war 13:00. Mein Magen knurrte und ich musste raus! Ich hatte die letzten Stunden in House of Night-Universum verbracht und war vollkommen ausgehungert. Wie gut, dass diese städtische Street Food Veranstaltung nicht weit von meiner Haustüre bereits auf mich wartete. Und dass mir ein guter Freund noch den (Man)gold am Stand des Rathauses angeprangert hatte. Das erste Ziel war also klar. Ich bewaffnete mich mit der Kamera, machte mich auf den Weg zu Manfred und Kollegen. Am Stand des Rathauses angekommen, fing zunächst etwas ganz anderes meinen Blick ein. Bunt bestrichene Brote in den Auslagekästen. Italienischer Frischkäse, Ingwer-Minze, Tomatenbutter und vieles mehr. Auf die Frage, ob ich gerne ein Brot hätte, musste ich nicht lange überlegen. Und ich bekam sogar drei, womit die Wahl aus der Fülle des Angebots schon gar nicht mehr so schwer fiel. Kurz darauf fand ich auch Manfred, der mich begrüßte und natürlich das Gespräch sofort wieder auf den (Man)gold lenkte, dessen Zutaten überwiegend aus der essbaren Stadt Andernach stammten. Außerdem hatte er ihn gemeinsam mit einem Kollegen am Vorabend mit viel Liebe und Mühe zubereitet. Der beste (Man)gold, den man sich vorstellen kann. Ich nahm gleich nach dem Brot ein Stück von dem in Blätterteig gehüllten Gemüse. Und ich konnte von diesem Stück kein Foto machen, so schnell habe ich es anschließend gegessen. Und so satt war ich. Aber ich ging nicht, bevor ich nicht wenigstens die fleißigen Damen und Herren am Stand einmal geknipst habe ;). Außer Manfred, der in diesem Moment außerhalb des Bildes stand. Aber den findet ihr auf seinem Blog mit Foto ;). 

Direkt nebenan gab es fruchtige Cocktails ohne Alkohol. Auf dem Weg zu meinem ausgiebigen Verdauungsspaziergang nahm ich prompt einen mit. Ich fühlte mich dezent übersättigt und schlenderte erst einmal in Richtung Museum, in dem es römisches Brot und Bratwurst gab, die ich aber in diesem Moment leider nicht essen konnte. Ich machte dann einen Schlenker über den Parkplatz, um die alten Traktoren zu bewundern. Schöne Maschinen, von denen ich keine Ahnung habe. Aber als Kinder sind wir immer sehr gerne darauf mitgefahren. Und ebenso schön fand ich später auch die Autos auf der Oldtimer-Ausstellung am Rhein. Irgendwie haben diese Kunstwerke aus einer anderen Zeit einen vollkommen anderen Zauber als die heutigen Karosserien, die eher schlicht und zweckmäßig als schick auf mich wirken. Ich mag das Markante an den alten Wagen, gerade das macht die Kunst für mich aus.

Im Garten an der Stadtmauer fand ich Reihum die Stände unterschiedlicher Andernacher Vereine, von denen ich zu meinem Erstaunen nicht viele kannte. Weltfremd in der eigenen Heimatstadt zu sein ist ein eigenartiges Gefühl. Man steht im Getümmel und kriegt nichts mit. Vielleicht schotte ich mich wirklich zu sehr ab und sollte mehr am Leben da draußen teilhaben. Andererseits wartet daheim ein aufmerksamkeitshungriges Gerät auf dem Schreibtisch, das mit Tastenanschlägen gefüttert werden will. Diese Computer sind eigenwillige Geschöpfe, besonders die mit einem Manuskript auf der Festplatte. Und das Zeitmanagement ist das eigenartigste Tier von allen, kann es doch nicht mehr als zu jammern. Aber ich schweife ab :).

Ich lauschte noch einen Augenblick der Musik der Band auf der Wiese und ging dann weiter, vorbei am Rhein zurück zur Buchhandlung Ankerbuch, die kürzlich in das alte Rathscafé eingezogen war und nun auch Kaffee und Kuchen anbot. Und Bücher. Eine tödliche Kombination, wie mein Geldbeutel ständig warnte. Aber ich blieb stark und gönnte mir statt einem Buch lieber ein paar Cupcakes, die leider so süchtig machen, dass ich nun wohl öfter dorthin muss und früher oder später dabei auch Bücher kaufen werde. Ein Teufelskreis, wenn auch ein willkommener. 


In der Buchhandlung traf ich dann Manfred wieder, der es sich dort zwischenzeitlich mit Isabel (hier ihr Blog ;)) gemütlich gemacht hatte. Seit wir uns im Andernacher Schreibkurs bei Gabriele Keiser kennen lernten, sind wir ein eingeschworenes Team von kreativen Köpfen. Und nicht nur Manfred und Isabel, auch die anderen Mitglieder der Gruppe machen den Andernacher Schreibkurs zu einem Highlight der Woche. Denn irgendwie sind wir über die Monate hinweg mehr geworden, als ein gewöhnlicher Schreibkurs. Gemeinsam genossen wir drei also einen Espresso Macchiato und viel zu leckere Cupcakes, die nach dem Verdauungsspaziergang nur gerade so Platz im Magen fanden. Der (Man)gold war ganz schön herrisch, was das betraf, räumte er den Backwaren doch nur wenig Raum zur Entfaltung ein, sodass ich auf dem Weg zum Museum dann den letzten Cupcake als Gebäck to go mitnehmen musste. 


Im Museum entspannten wir von den letzten Stunden, ließen uns dort auf den bequemen Palettenmöbeln nieder. Wir lachten und erzählten und ich schlürfte noch ein Andernacher Bier, denn Flüssigkeit stieß der (Man)gold nicht ab. Schade um den Cupcake, der den restlichen Abend neben mir auf den Paletten saß und darauf wartete, verspeist zu werden. Ich aß ihn dann, als ich schließlich zuhause ankam. Gesättigt von den Erlebnissen des Tages und irgendwie bar sämtlicher Emotionen. Aber es war keine depressive Leere. Es war die Gewissheit, dass ich einen Tag meines Lebens mit Freude gefüllt hatte und dass dieser Tag nun vorüber war. Eine Zufriedenheit im Geiste, Klarheit und der Wunsch, nun auszuruhen in vollkommener Stille in den eigentlich nie still stehenden Gedanken. Schlecht für die Arbeit am Manuskript. Gut für den Kopf ;).

Sonntag, 2. Juli 2017

House of Night - Loved von P.C. und Kristin Cast

House of Night ist meine Welt. Ich bin in dieser Hinsicht wie ein Potterhead, nur eher ein HoNhead auf die Vampyr-Reihe bezogen. House of Night ist nicht so groß wie Harry Potter. Aber es ist voller Liebe. Eine Liebe, die meine Seele vor langer Zeit geheilt hat. Ich habe es heute bemerkt, als ich Loved zuklappte, was diese Reihe wirklich für mich ausmacht. Und da ist so vieles, das ich dazu sagen könnte.

Vor vielen Jahren fand ich ein Buch, das mich aus meinem Schneckenhaus lockte. House of Night - Gezeichnet. Ich las es und war noch nicht vollkommen verfallen bei Band 1, aber ich war schon irgendwie süchtig. Und spätestens ab Band 2 und 3 war es um mich geschehen. Ich war bis über beide Ohren verliebt und ich habe zum ersten Mal wirklich eine solche Liebe gespürt. Die Liebe und Begeisterung für Bücher, obwohl ich schon seit Jahren gelesen habe. Ein Schleier von Depression hing ja doch immer irgendwo über mir, mal mehr mal weniger, und so erreichte nicht jede Zeile von den wundervollen Werken vor House of Night mein Herz. Versteht mich nicht falsch, ich habe Bücher schon immer mit Freude und Leidenschaft verschlungen, aber ich habe keines je so geliebt wie die Vampyr-Reihe. Und ich fand andere Menschen, die die Reihe liebten - vielleicht nicht so sehr wie ich, aber sie liebten sie. Und ich fand Freunde, die ich bis heute nicht missen will. Aber ich rede zu viel, das soll schließlich eine Rezension sein ;).