Dienstag, 16. August 2016

Percy Jackson - Diebe im Olymp

Ich habe das Buch im Rahmen des Mottos für das diesjährige Castle of Night gelesen. Zwar schaffte ich das erst, während ich bereits im Castle war, aber glücklicherweise war das keine Zulassungsvoraussetzung ;).

Percy Jackson ist ein 12-jähriger Junge, dessen Leben ganz plötzlich Kopf steht, als Monster die Jagd auf ihn eröffnen. Zugegeben, ein unbeschriebenes Blatt ist der Junge nicht. Von bisher jeder Schule geflogen, ADHS, Lese- und Schreibschwäche. Als sich dann auch noch sein bester Freund als Satyr entpuppt und ihm erklärt, dass er der Sohn eines griechischen Gottes ist, ist das Chaos perfekt. Im Camp Half-Blood lernt Percy allmählich seine Wurzeln kennen. Doch das wahre Abenteuer hat gerade erst begonnen.

Jugendbücher haben einen ganz besonderen Zauber und den konnte auch Percy Jackson - Diebe im Olymp nicht verfehlen. Allerdings schwer vorstellbar, dass ein 12-jähriger bereits als Halbgott und Held agieren soll. Wenn ich heute 12-jährige sehe, zutrauen würde ich es keinem von ihnen. Jedoch scheint es, dass 12-jährige Halbgötter prädestiniert dafür sind, sich in Schwierigkeiten zu bringen und diesen ebenso wieder zu entkommen. Percy ist auf seine Art mutig. Und trotzig. Und stur. Und frech. Er ist ein klassischer, rebellischer Romanheld. Und er gefällt mir besser, als die im Film geschaffene Figur.

Begleitet von Annabeth und dem Satyr Grover beginnt bald die spannende Reise durch die gefährliche Welt außerhalb von Camp Half-Blood. Ich weiß nicht recht, ob ich Annabeth mögen soll. Sie wirkt nett, intelligent, hilfsbereit, aber verfolgt dabei auch einen gewissen Eigennutz. Dennoch, wenn man Annabeth braucht, ist sie bereit zu kämpfen. Grover ist ängstlich, eigentlich das Gegenteil von dem, was er sein sollte. Seine großen Ziele stehen im Widerspruch zu seiner Persönlichkeit, doch eben deshalb bewundere ich seinen Traum sehr.

Die Geschichte hat mich häufig genervt. Ganz ehrlich - Vorsicht, der folgende Absatz KÖNNTE SPOILER ENTHALTEN:

Wenn Percy eine Frage stellt, und als Antwort kommt ein kleiner Wink plus den Hinweis "Mehr dazu später.", dann wird das unter Umständen irgendwann eine Zumutung für die gesunde Neugierde. Ich weiß schon gar nicht mehr, welche Fragen gestellt und welche davon beantwortet wurden. Das ging im Lesefluss zum Glück irgendwann unter. Aber es war anstrengend, denn ich wollte die Antworten wissen, als wäre ich selbst Percy!

SPOILER ENDE ;).

Die Spannung hat mich gefangen. Dass ich den Film vor dem Buch kannte, minderte die Lesefreude kein bisschen. Denn bis auf den Titel, die Namen der Figuren und der Grundidee haben Film und Buch nichts miteinander zu tun. Traurig, die Umsetzung in bewegten Bildern, hinzu gedichtete Szenen, umgeschriebene Tatsachen. Es stimmt mich glücklich, das Buch gelesen zu haben. Denn diese Geschichte von Percy Jackson ist so viel mehr und fesselnder. Ich empfehle es jedem Fantasy-Jugendroman-Leser gerne weiter.

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