Sonntag, 7. August 2016

Urlaub vom Urlaub - Das Castle of Night und dessen Nebenwirkungen

Eine Woche Urlaub, eine Woche mit gleichgesinnten Verrückten verbringen, eine Woche wieder jünger sein. Das bedeutet für mich das Castle of Night, zu dem ich bis auf eine Ausnahme bisher jedes Jahr gefahren bin. Dieses Jahr zum ersten mal bei der einwöchigen Veranstaltung, die zu ihren Anfangszeiten immer über ein Wochenende (Freitags - Sonntags) stattgefunden hat. Und ich muss sagen, ich bin fix und fertig. Ich habe eine derartige Überdosis Castle im Kopf, dass ich mich heute morgen beim ersten einsamen Aufstehen in meinem viel zu großen Bett fragte: Wo zum Teufel bin ich? Warum wackelt das Baumhaus nicht? Warum höre ich niemanden im Schlaf säuseln? Und wo sind die Regentropfen, die auf das Dach trommeln?

Zur Erklärung, was ist eigentlich das Castle of Night? Das Castle of Night ist eine Veranstaltung, die zum ersten Mal im Jahr 2011 stattfand. Damals schon war das Event vor allem für Leseratten eine super Möglichkeit, andere Leseratten zu treffen und gemeinsam Spaß zu haben. Das Thema der ersten Castles war: House of Night, unschwer zu erkennen der Namensvetter. House of Night ist eine Buchreihe über Vampire, die in einer Art Internat speziell für diese Spezies ausgebildet werden. Es ist eine Reihe, die mein Leben verändert hat. Wir stellten an diesem kurzen Wochenende die Geschichte nach, wurden selbst zu Vampiren. Ich musste damals zum Castle. Jedes Jahr! Denn obwohl ich im ersten Jahr noch zu schüchtern war, mich großartig mit Menschen/Vampiren zu unterhalten, konnte ich nicht aufhören, dorthin zu reisen. In das magische Kloster Arnstein, das damals noch unsere Zweitheimat war. Wir machten Unterricht wie in den Büchern, spannenden Unterricht wie zum Beispiel Kräuterkunde. 2014 gab es dann den ersten Themenwechsel: Von House of Night zu Harry Potter, da ersteres irgendwann den gewissen Reiz verlor. Und ab da hatte das Castle jedes Jahr eine neue Buchreihe zur Vorlage, leider schaffte ich es 2015 zum ersten Mal nicht dorthin, dies war das erste einwöchige Castle, sogar mit neuer Location. Aber 2016, mein allerletztes Castle of Night, ich durfte es nicht verpassen! Das Castle of Night um die Reihe Percy Jackson im Park Panarbora in Waldbröl, untergebracht in Baumhäusern.

Ziemlich frustriert sitze ich nun hier auf dem Bett und vermisse meinen innerhalb von nur einer Woche neu auserkorenen Wohnsitz. Ich glaube fast, ich bin hier in meinem richtigen Zuhause nur zeitweise zu Besuch, dann bin ich wieder im Castle. Oder auch nicht, denn rein biologisch gesehen bin ich im nächsten Jahr zu alt für diese Veranstaltung. Ein regelrechtes Trauerspiel, denn das Castle hat die Nebenwirkung Sucht. Weshalb ich jetzt versuche in meinen zwei verbleibenden Urlaubswochen Urlaub vom Urlaub im Castle zu machen. Gar nicht so einfach.

Aber ein Gutes oder eher sogar zwei Gutes hat das Castle dann doch noch an Nebenwirkungen. Die Inspiration. Eine bereits geschriebene Geschichte werde ich sobald sie vom Team des Castle of Night online gestellt wurde hier noch verlinken. Eine weitere Geschichte, die ich auch sobald sie geschrieben und veröffentlicht ist verlinken werde, wird folgen. Denn irgendwie sagt mir mein Schreibsinn: "Schreib die erste Castle-Story!" Verflucht, dem kann ich nicht widersprechen.

In der Zwischenzeit aber sind hier ein paar Fotos von den tollen Behausungen im schönen Panarbora in Waldbröl. Allein um der Erinnerung willen würde ich dort jederzeit noch einmal alleine hinfahren. Oder auch nicht, ich müsste mit höchster Wahrscheinlichkeit weinen, so wie ich es seit dem großen Abschied gestern immer mal wieder tue. Und das führt mich zur nächsten Nebenwirkung des Castle. Freundschaften, quer durch die Republik sogar über die Landesgrenzen der Schweiz, geschlossen, die für immer ein Teil von einem selbst bleiben. Und ich vermisse sie alle!






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