Mittwoch, 7. September 2016

Der Seelenbrecher - Sebastian Fitzek

Ich lese ja Bücher eigentlich nur im Rahmen einer Lesenacht in einem Rutsch durch. Eigentlich. Eine gute Freundin - auch großer Fitzek Fan - hat mich gewarnt. "Du wirst das Buch noch am selben Tag durch haben", sagte sie. Ich glaubte ihr nicht. Und dann passierte es ...

Der Alptraum schlechthin, eingesperrt in einer Klinik, abgeschottet von der Außenwelt, ein Serienkiller unter ihnen. Die Teufelsbergklinik befindet sich in einem schier hoffnungslosen Zustand. Die Patienten sind zusammen mit dem Klinikpersonal eingesperrt und auf der Flucht vor dem Seelenbrecher, der unablässig Jagd auf sie macht. Draußen tobt ein Schneesturm, niemand wird entkommen.

Beängstigend, selbst für den Leser. Es fängt natürlich alles halb so wild an, der Einstieg lies mir sogar genug Luft für Lesepausen. Doch dann ging alles Schlag auf Schlag, plötzlich schwebte jeder in Lebensgefahr. Ich fand mich in einem Zustand der Panik, schloss alle Fenster und Türen und las gebannt weiter.
Beinahe glaubte ich, der Seelenbrecher würde auch mich jagen. Wann immer das Holz meiner Möbel knackte, zuckte ich zusammen. Wie recht meine Freundin Tina doch hatte, ich konnte nicht schlafen, ohne das Ende zu kennen. Und selbst dieses Ende rettete mich nicht vor einer unruhigen Nacht.

Ich werde hierbei nicht weit in die Tiefe gehen. Ich möchte keine Beschreibung über den Klappentext hinaus verfassen. Ich will nicht ein Wort spoilern. Aber ich empfehle dieses Buch jedem, der vor Spannung selbst dem Schlaf trotzen will. Ich habe an diesem Abend eine Tasse Schlaftee zu mir genommen und die Wirkung wurde durch den Seelenbrecher vollständig aufgehoben ;). Besonders bewundere ich diese Liebe zum Detail, die versteckten Hinweise, die man einfach so überliest und die sich am Ende zu einem so logischen Bild zusammen fügen. Wie oft habe ich mir im letzten Viertel des Romans an den Kopf geschlagen und mich gefragt: "Wie konnte ich das übersehen?". Unerwartete Wendungen, die ich mir auch in meinen Geschichten sehr zum Vorbild nehmen will. Danke Herr Fitzek, für die Inspiration und die Unterhaltung :).

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen