Freitag, 2. September 2016

Warum ich mit After truth nicht weiter komme ...

Seit Wochen, achwas seit Monaten, steht Band 2 der After Reihe in meinem SuB. Genauso wie Band 3. Ich hatte beide sofort nach dem Lesen von "Band 1 - After Passion" von einer Freundin geliehen, gespannt auf die Fortsetzung. Schließlich war das Ende von Band 1 böse offen, das konnte ich so nicht stehen lassen. Doch kaum war die Auflösung der Situation da, kaum war ich in der Geschichte, da verlor die Stimmung der Story um Tessa und Hardin ihre Wirkung auf mich. Ich habe Band 1 wegen der Leidenschaft geliebt. Wegen der Geheimnisse, der Empörungen, der Wendungen. Aber Band 2... . Bis zur Hälfte - also wo ich aktuell stehe - kam ich wirklich gut mit. Doch jetzt fehlt mir mehr und mehr das Interesse an der Geschichte.

Ich vergleiche das jetzt mal mit dem Spannungsbogen, wie ich ihn bei Shades of Grey empfand. Ana und Christian trafen aufeinander, es war eine unfassbare Anziehungskraft. Der erste Knall folgte bei der Offenbarung von Christians Interessen, doch es war ein leiser Knall, Ana spielte mit. Der erste richtige Knall folgte erst später, diese Erschütterung der Spannungskurve war aufregend, gab der Geschichte einen gewissen Kick. Es verlief in ähnlichem Tempo weiter, eine Weile gut, dann wieder schlecht, die üblichen Schwankungen eben. Tessa und Hardin: Streit, Versöhnung, Streit, Versöhnung, Streit, Versöhnung. Im gefühlten 10-Seiten-Takt. Im ersten Buch war das noch neu und interessant. Während ich bei Shades of Grey die Schwankungen genoss, fühle ich mich bei After truth mittlerweile regelrecht genervt. Was wieder mal der Beweis dafür ist: Geschmäcker sind zutiefst verschieden.

Ich werde After truth noch nebenbei fertig lesen, weil ich diese Geschichte noch nicht so schnell aufgeben will. Sie hat noch etwas an sich, das besonders ist. Aber nach Truth fliegt auch After love von der Leseliste, ich werde dann beide Bücher zurück geben.

Es ist jedes Mal traurig, wenn ich ein Buch abbrechen muss. Das ist wie eine Beziehung, in der es nicht gut läuft. Man quält sich durch, um dem anderen nicht weh zu tun, obwohl man lieber Schluss machen würde. Und ich höre nur auf zu lesen, wenn ich wirklich gar keinen Bezug zur Geschichte finde.

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