a

Montag, 31. Oktober 2016

Castle of Night - Epilog

Das Castle ist erst einen Monat vorüber. Es fehlt mir unheimlich. Die Leere zu Beginn des Abschieds war nicht weiter verstörend. Es war eine Art Schockzustand, doch nichts, womit sich nicht umgehen ließe. Eine Lappalie, nichts weiter. Trotz meines Versprechens habe ich die Castle Geschichte noch nicht geschrieben. Ich Trottel schiebe es vor mir her und vertraue darauf, dass ich mich schon an alles gut erinnern werde. Dabei steckt der Teufel im Detail und meckert mich dreist noch an, dass ich doch bereits vergesse. Ja, die kleinen Dinge, die vergesse ich bald. Doch ich schiebe weiter auf. Weil ich keine Zeit habe. Weil ich keine Ideen habe. Mein Kopf ist leer gefegt. Sind das alles nur faule Ausreden? Ich weiß, dass ich sie schreiben werde. Ich weiß nur nicht, wann. Dafür müsste ich mal anfangen.

Sonntag, 30. Oktober 2016

Kapitel 7: Der Abschied

Ich begrüße das Licht des Morgens nicht. Zu schön ist der Traum, hier im Castle zu sein. Doch mein Wecker klingelt und erinnert mich, dass es Zeit ist, aufzustehen. Müde reibe ich mir die Augen. Thalia liegt im Bett und liest auf dem Handy Nachrichten.
„Guten Morgen“, sage ich. Sie dreht sich um und lächelt.
„Morgen. Gut geschlafen?“
„Ja, du?“
„Naja.“ Sie streckt sich und richtet sich dann auf. „Letzter Tag. Schade drum.“
Ich nicke wehmütig.
„Willst du als erstes ins Bad?“
„Geh nur“, gähnt sie.
Ich schnappe mir meine Sachen und eile in den kleinen Raum. Ein letztes Mal im Baumhaus zurecht machen. Danach packe ich den Koffer, ziehe das Bett ab, stopfe ein paar der Süßigkeiten in den Rucksack. Ein Seufzer entweicht meinen Lippen. Ich werde das Wackeln dieser Hütte vermissen. Wer wiegt mich denn künftig in den Schlaf? 

Samstag, 29. Oktober 2016

Breaking News!!!

Zwischen den ganzen Castle of Night Kapiteln hier mal ganz andere Neuigkeiten:

Ich nehme am diesjährigen NaNoWriMo teil. Ausgesprochen "National Novel Writing Month", findet jährlich im November statt. Das Ziel: 50.000 Wörter in einem Monat schreiben. Mein größtes Projekt bisher, die Castle of Night Story, war mit knapp 30.000 Zeichen in 3 Wochen meine aktuelle Meisterleistung. Eine Woche länger, aber ganze 20.000 Zeichen mehr fordert der NaNo. Ich habe immer einen respektvollen Bogen um diesen Monat gemacht. Doch jetzt will ich die Chance nutzen und mich hinein wagen. Das Projekt "Kein Erwachen" habe ich mit Kapitel 1 schon begonnen. 2.649 Wörter stehen aktuell und ich rechne sie auf die Zielwortzahl auf, sodass das Projekt am Ende mindestens 52.649 Wörter haben wird. Der Fairness halber will ich den Vorsprung auf keinen Fall ausnutzen ;).

Natürlich könnt ihr meinen NaNo-Status mitverfolgen. Dieses kleine Widget hier hält euch auf dem Laufenden, denn es ist direkt mit meinem Account beim NaNoWriMo gekoppelt.


Ich werde im nächsten Monat wohl eher wenig posten. Vielleicht mal eine Geschichte aus dem Archiv, die hier noch nicht in der Schmökerbucht steht. Am Dienstag kriegt ihr meine Meinung zu der Kurzgeschichte Gedankenlos von Sina Müller. Danach bin ich wahrscheinlich im Dauerstress : ). Aber es reizt mich natürlich, endlich ein verkaufsfähiges Buch zu produzieren. Ich hoffe, dass ich euch das bald präsentieren kann.

Bis dahin: Wir lesen uns!

Kapitel 6: Der Göttliche Ball

Die Pause hat allen gut getan. Wir gehen in alter Frische zu unserer Unterrichtsstunde mit Paddy, dem Gott der Träume. Ich fühle mich ausgeschlafen und fit für den letzten vollen Tag. Ich habe den gestrigen Tag genutzt, die Aqualand-Story zu korrigieren und abzuschreiben. Ich will sie als Abschiedsgeschenk überreichen, heute Abend beim Castle-Ball.
„Also ich erzähle euch jetzt zuerst etwas über den Gott der Träume, Morpheus“, beginnt Paddy seine Stunde. Wir nutzen dafür unser Demeter-Baumhaus. Die Gruppe ist wieder aufgeteilt. Die größere Hälfte sitzt jetzt bei Jenny im Schreibkurs. Von unserem Teil sitzen vier bei Paddy und vier bei den Anwärterinnen. Wir werden nach einer Stunde tauschen.
„Morpheus ist der Sohn von Hypnos, der insgesamt drei Söhne hat. Das ist einmal Morpheus, der die menschlichen Akteure in Träumen formt. Dann Phobetor oder auch Ikelos genannt. Er ist für die Darstellung von Tieren zuständig. Und zuletzt Phantasos, der alles Unbeseelte gestaltet.“
Ich notiere fleißig seine Ausführungen. Aber mehr als die Namen dieser Gottheiten schreibe ich nicht nieder. Sie werden die drei Oneiren genannt. Oneiroi heißt Traumdämon. Damit hat Paddy eher etwas Teuflisches als etwas Göttliches an sich. Ich entscheide mich, das lieber nicht weiter auszudiskutieren, und lausche lieber dem Unterricht.

Freitag, 28. Oktober 2016

Kapitel 5: Die Rallye zum Zoo

Ich lerne viel Neues hier im Castle. Da ich erst jetzt Band eins von Percy Jackson lese, ist mir der Name Thalia nur als der Name einer Castle-Teilnehmerin ein Begriff. Dass es in der Geschichte die Tochter von Zeus ist, erfahre ich erst hier beim Frühstück. Thalia macht sich schnell einen Namen als Schutzfichte. Tagelang habe ich gerätselt, weshalb sie immer in Tränen ausbricht vor Lachen. Nun höre ich Jackie zu, die einen Tisch weiter sagt:
„Einsamer Ahorn sucht Fichte zum gemeinsamen Wurzelschlagen.“
Lacrima hält sich den Bauch. Sie kann nicht aufhören, zu kichern. Thalia läuft rot an. Es steckt mich nicht zum Lachen an, aber der Anblick allein ist schon goldwert. Und als jemand Thalia mit der Bezeichnung Schutzfichte anspricht, dreht sie sich tatsächlich um. Vielleicht sollte sie ihr Namensschild umschreiben.

Donnerstag, 27. Oktober 2016

Kapitel 4: Der Sieg ist mein! Nein...

„Willkommen zum Schreibkurs“, eröffnet Jennie ihren Unterricht. Der Morgen ist schnell vergangen. An jedem Tag wartet ein neues, buntes Erlebnis direkt nach dem Frühstück. In Gruppen aufgeteilt macht jede Hälfte unseres Halbgottcamps einen anderen Unterricht.
Ich freue mich jedes Jahr auf den Schreibunterricht mit Jennie. Obwohl ich schon ein paar Jahre selbst Kurzgeschichten schreibe, glaube ich dennoch, gar nicht richtig schreiben zu können. Das ewige Scheitern an größeren Projekten, an den eigenen Zweifeln, macht mich fast süchtig nach Kursen wie diesem. Die Kästchen auf den Notizbuchseiten starren mich kritisch an. Und dass du dir schön alles notierst!, fordern sie. Ich verspreche ihnen insgeheim, mir heute viel Mühe zu geben. 
„Ihr habt die Auswahl, welches Thema ihr behandeln wollt. Wenn wir gut in der Zeit liegen, schaffen wir vielleicht sogar zwei Themen“, setzt Jennie ihre Erläuterung fort. 

Mittwoch, 26. Oktober 2016

Kapitel 3: Erst Aqualand, dann Ritual

„Da das Wetter heute nicht ganz so Zootauglich ist, werden wir ins Aqualand nach Köln fahren“, verkündet Sani beim Frühstück. Unter den Teilnehmern brechen Jubelrufe los. Eilig schlingen wir das Essen hinunter, um möglichst schnell die Sachen für den Ausflug packen zu können. Es liegt eine Stunde Fahrt vor uns bis in die Großstadt. Auch die letzte Teilnehmerin – Honey – ist am gestrigen Abend noch angekommen. Somit ist das Castle nun endlich vollzählig. Oh wie ich mich doch irren sollte.


„Warum bewegt sich deine Tachonadel nicht?“, frage ich Sky, deren Auto ich nach dem Losverfahren zugeteilt wurde. Sani, Lava, Jennie und Paddy fahren die anderen Teilnehmer nach Köln. Ich sehe keines der anderen Fahrzeuge, sicher sind sie uns schon weit voraus.
„Ist kaputt“, erwidert Sky und folgt weiter den Anweisungen des Navis. Wir haben Waldbröl soeben hinter uns gelassen und steuern auf die Autobahn zu. Misstrauisch betrachte ich den Zeiger, der sich nicht einen Millimeter zuckt. Auch unter meinem strengen Blick gerät er nicht ins Wanken.
„Ich sehe ja im Navi, wie schnell ich fahre. Innerorts fahre ich aber mehr nach Gefühl und ohne Navi“, fügt sie noch hinzu.

Dienstag, 25. Oktober 2016

Kapitel 2: Das Baumhaus wackelt

Ich träume von einer Schifffahrt auf dem Rhein. Vor ein paar Jahren sind wir bei einem Betriebsausflug zum größten Kaltwasser-Geysir in Namedy gefahren. Das Wasser schaukelte den Bug des Schiffes unruhig hin und her. Es waren so sanfte Wellen, dass sie kaum jemanden störten. Aber ich erinnere mich bis heute an die Übelkeit, die sie mir beschert haben. Das Wackeln verfolgt mich im Traum. Hin und her, hin und her. Gefolgt von einem beständigen Tropfen und knackendem Holz. Wo bin ich?
Ein Wecker klingelt und ich versuche meine Augen zu öffnen. Ich liege in einem Bett in einem Loch in der Wand. Nein, falsch, ein Bett in einem Baumhaus. Ich erinnere mich, wo ich bin. Im Castle of Night, in Panarbora.
„Guten Morgen“, stöhnt jemand. Gähnen tönt durch das gesamte Baumhaus. Sieben Uhr ist so früh am Morgen. Ich schweige, reibe mir die Augen, ziehe den Vorhang von dem kleinen Fenster neben mir weg. Wir haben eine Art Balkon am Baumhaus. Dort steht ein Holztisch mit Bänken. Aber nutzen werden wir diese Möbel in dieser Woche wohl nicht. Alles ist triefnass, es scheint seit Stunden zu regnen.
„Morgen“, stimme ich zu und setze mich langsam auf. Da meine Schwestern noch nicht wacher sind als ich, husche ich eilig als Erste ins Bad. Nur eben das Gesicht waschen, mich ansehnlich herrichten. Und eben umziehen, neue Unterwäsche, frische Klamotten. Ich bin nach wenigen Minuten fertig. Es ist noch eine dreiviertel Stunde bis zum Frühstück.
„Bad ist frei, der nächste bitte“, verkünde ich noch immer schlaftrunken.
Thalia nutzt die Chance. Als die Tür hinter ihr ins Schloss fällt fragt Kathi müde: „Habt ihr das heute Nacht auch gemerkt?“
„Was denn?“, erkundige ich mich.
„Das Baumhaus.“ Ein Gähnen unterbricht ihre Worte, ehe sie fort fährt. „Es wackelt.“

Montag, 24. Oktober 2016

Kapitel 1: Der erste Tag

Wald. Bäume. Noch mehr Bäume. Ein Kreisverkehr inmitten von Bäumen. Mein Navi versagt. „Kehren Sie wenn möglich um.“
Ich würde zu gerne umkehren, wenn nur der Weg mir bekannt wäre. Es fühlt sich an wie ein schlechter Scherz, diese Baustelle, ausgerechnet an meiner Ausfahrt des Kreisels. Die letzten Meter bis nach Panarbora, meinem Zielort bei Waldbröl, dem Veranstaltungsort des diesjährigen Castle of Night. Bis auf letztes Jahr bin ich immer dort gewesen. Dass gerade die nette Dame in dem Kasten an meiner Windschutzscheibe mich jetzt von dem Zusammentreffen mit meinen Freunden abhält, kommt mir doch recht grausam vor.
Seit einer Stunde sitze ich im Auto. Wie lange wird es jetzt noch dauern? Nach einigen Kilometern und der Unfähigkeit meines Navigationsgerätes, eine alternative Strecke auszumachen, halte ich in einer Seitenstraße. 
„Verdammte Technik, lässt mich gerade jetzt im Stich!“, fluche ich. Ein empörtes Selbstgespräch, ein Monolog. Was bleibt mir auch übrig, außer der ahnungslosen Computerstimme und mir sitzt niemand in dem kleinen Peugeot. 
„Kehren Sie wenn möglich um.“

Der Buchmesse-Wahnsinn

Es ist jedes Jahr ein Fest, die Buchmesse in Frankfurt. Ich bin süchtig nach Halle 3.0, in der alle meine Lieblingsromane in riesigen Regalen auf mich warten. Und auch aus der Selfpublisher Area kam ich an diesem Wochenende kaum heraus. Am allermeisten hing ich mit meiner Begleiterin Kristina jedoch am Stand des Drachenmondverlages herum. Irgendwie wurde das unser Standard-Treffpunkt, wenn sie und ich für Termine getrennte Wege gingen. Und das nicht ohne Grund, traf man dort doch ständig tolle Autoren aus diesem Verlag wie auch aus dem Selfpublishing, denn beides befand sich laut Karte unten rechts in 3.0. 

Freitag, 21. Oktober 2016

Überall, für Immer von Sarah Stankewitz

Da ich durch Freunde auf meiner Facebook Chronik immer mal wieder neue Autoren/Autorinnen finde, von denen ich mal Bücher lesen sollte, ist mir Sarah Stankewitz in die Hände gefallen. Ich begann bei ihr mit Band 2 der "Für Immer"-Reihe, weil mich diese Geschichte am meisten interessierte. Warum? Das möchte ich nicht vorenthalten:

Ava reist als Au-Pair aus ihrer Heimat Schweden nach Florida, die Abenteuerlust im Blut und den Schmerz der Vergangenheit hinter sich. Sie liebt das Schreiben - hat die Autorin hier vielleicht sich selbst in die Figur einfließen lassen?

In Florida wird sie bei der Familie Lewis leben, deren Sohn Zach sie nicht gerade mit offenen Armen begrüßt. Dabei ist er so... unbeschreiblich anziehend und verhält sich doch so abweisend. Denn Zach hat eine Freundin, die er liebt. Er ist unerreichbar. So kümmert Ava sich nicht weiter um seine Sticheleien, oder versucht dies zumindest, und beschäftigt sich mit dem Haushalt und den zwei kleinen Geschwistern. Aber trotz des Hindernisses in Form seiner Beziehung kommen sie sich näher. Kann diese verbotene Liebe existieren?

Sonntag, 16. Oktober 2016

Zwei Kontinente auf Reisen von Jenny Karpe

Letztes Jahr auf dem Schreibnacht-Treffen bei der Frankfurter Buchmesse traf ich viele Autorinnen, die ich erst im Anschluss wirklich mal online gestalkt habe. Und ich habe noch nicht von allen von ihnen Bücher gelesen. Ich erinnere mich, als wäre es gestern gewesen. Lilith Korn drückte mir eine Postkarte mit Autogramm in die Hand, sowie auch eine Karte zu ihrem Buch "Better Life". Ich traf Ava Reed, Julia Adrian, Marie Graßhoff und auch Jenny Karpe, deren Visitenkarte in meiner Schublade liegt. Ich weiß noch, dass ich damals online nach ihr gesucht habe. Von ihr habe ich nur die Visitenkarte bekommen, alle anderen verteilten Lesezeichen und Leseproben von ihren Werken. Und ich suchte tatsächlich vergeblich, von Jenny fand ich kein Buch. Und weniger als ein Jahr später kam die Nachricht: Jenny Karpe's erster Roman ist als eBook erhältlich!

In Zwei Kontinente auf Reisen finden wir uns in einer Dystopischen Umgebung wieder, in der sich das Weltbild erschütternd verändert hat. Auf einer Insel, die laufend von Erdbeben heimgesucht wird und immer wieder zu kippen droht, leben zwei Völker eher gegen- als miteinander. Die Amerikaner und die Ruaner. Ständig gibt es Streit, die Erwachsenen können nicht im Einklang leben.

Samstag, 15. Oktober 2016

Neuzugänge

Ich war heute frustriert. Was tue ich, wenn ich frustriert bin? Lesen. Oder Schreiben. Oder in den Buchladen gehen. Heute viel meine Wahl auf letzteres. Ich bin eigentlich recht gut im Zurückhalten geworden, aber die nahende Buchmesse hat meine starken Nerven zermürbt. Widerstand = 0. Und so fanden folgende Schätze einen Weg in mein Regal:


Neben dem Buch und den beiden Mangas habe ich mir noch ein paar Leseproben gegriffen. Ich wollte mich wenigstens in einem Punkt noch zusammen reißen, und nicht gleich alles kaufen, was mir vor der Nase lag. Dann erst mal rein schnuppern. Notfalls ist der Buchladen ja gleich um die Ecke ;).

Freitag, 14. Oktober 2016

Schreibnacht Erfolg!

Ziemlich Stolz berichte ich jetzt von meinem heutigen Schreibnacht Erfolg des heutigen Abends. Ich habe ein ganzes Kapitel meines Geheimprojektes an einem Abend geschrieben. Es liegen noch 4 Kapitel vor mir, die ich nun schleunigst anpacken werde. Aber für heute ist mein Ziel erreicht und mehr wollte ich nicht ;). Kann sich doch sehen lassen, diese Grafik:


Ich bin glücklich. Ich bin müde. Und ich werde mich jetzt mal hinlegen. Morgen und Sonntag werden die nächsten 2-3 Kapitel fertig gestellt. Ich will Montag / Dienstag die Geschichte komplett fertig haben, um dann mit der Korrektur zu beginnen. Bis zur Messe liefere ich dann ein schickes, kleines eBook. Gerne dürfen die, die auch auf der Messe sein werden, sich eine Karte mit einem QR-Code zum Download des eBooks abholen. Für alle anderen steht die Geschichte mit täglich einem Kapitel hier im Blog bereit ab dem 24.10.16.

Diese Geschichte ist etwas Besonderes für mich und ich wünschte, ich hätte sie früher geschrieben (Verfluchte Aufschieberitis!). Es ist wie ein verschönertes Protokoll aus der Erinnerung heraus. Es fällt mir schwer, alle Einzelheiten perfekt wieder zu geben. Aber ich bin soweit zufrieden und hoffe, dass sie gut gefällt. Im Prinzip ist sie für eine ganz bestimmte Zielgruppe gedacht, die ich sogar ganz genau namentlich nennen könnte. Der ein oder andere aus dieser Zielgruppe mag vielleicht nach diesem Absatz darauf kommen, was ich hier schreibe, vielleicht auch nicht. Ich gebe mir Mühe, nicht zu viele Hinweise zu streuen xD. Aber ich hatte es versprochen, das hier zu schreiben. Und ich hoffe, ich werde jedem irgendwie gerecht :).

Sonntag, 9. Oktober 2016

Joras' Jagd

Da ich letzte Nacht zu plötzlich eingeschlafen bin - die Erkältung forderte ihren Tribut, die Lesenacht, die ich aufgrund der Krankheit doch allein verbrachte, machte mich auf einmal so unfassbar müde - sollt ihr hiermit ein wenig entschädigt werden. Auch da in letzter Zeit so wenige Kurzgeschichten von mir gepostet werden. Hier habe ich eine aufbereitete, alte Geschichte für euch. Ich mag sie, weil es nicht um Kämpfe und Zweifel oder Abenteuer und Spannung geht. Für mich leuchtet diese Geschichte in einer anderen Farbe. 

-----------------------------------------------------------------------------------

Joras Lippen zuckten, verzogen sich zu einem schiefen, einem unechten Lächeln. Wieder einmal hatte die Elfe Emilia bewiesen, dass sie nicht so einfach zu fangen war. Mit einem letzten Zwinkern und einem Handkuss verschwand sie hinter den Bäumen. Linkes Biest!, dachte er sich. Allmählich trieb dieses Weib ihn in den Wahnsinn. „Fangt sie und bringt sie mir!“, hatte Malik befohlen. Sein Vater. Oder eher noch: Sein Erzeuger. Der Herrscher der Nachtfeen hatte nie väterliche Gefühle für seine Söhne oder Töchter gehegt. Sie in die Welt zu setzen, allein das war seine Pflicht. Nachkommen für den König. „Warum zum Teufel will dieser Quacksalber nur diese eine gottverdammte Elfe?“, fluchte Joras vor sich hin. Verzweifelt versuchte er, die Schlinge um seinen Fuß zu lösen. Er hing auf dem Kopf, was nicht weiter schlimm gewesen wäre, wäre es nur Nacht gewesen.

Samstag, 8. Oktober 2016

Ungenügend von Asuka Lionera

Es ist heiß. Es ist verboten. Doch die Versuchung ist zu groß! Leon, der Playboy seiner Schule, der Mädchenschwarm schlechthin, dessen Herz doch nur einer gehört. Alex, ehemals Leons Mathe-Nachhilfelehrerin, in der Gegenwart der Geschichte seine Mathelehrerin an der Schule. Es könnte so perfekt sein, wie vor drei Jahren, zwischen ihnen. Als die verbotene Liebe in den Nachhilfestunden entfacht wurde. Doch Lehrerin und Schüler, diese Beziehung darf es nicht geben. Zu allem Übel ist Alex mittlerweile mit dem langweiligen Geschichtslehrer verheiratet. Wenn da nur nicht diese Anziehung wäre, die die beiden nahezu unzertrennlich zueinander führt.

Ich muss wohl nicht erwähnen, dass das Verbotene dieser Geschichte mich besonders gereizt hat. Ich mag Geschichten, die scheinbar keinen Ausweg lassen. Denn die Lösungen sind meistens eine große Überraschung. Und während Leon, der klassische Aufreißertyp, überlegt, welches Mädel er wohl als nächstes flachlegen kann, tritt plötzlich und unerwartet seine große Liebe Alex wieder in sein Leben.

Freitag, 7. Oktober 2016

Die Seltsamkeiten des Lebens

Manchmal, da passiert es, dass vereinte Seelen entgegen driften. Die eine hin die and're fort. Getrennt ihrer Wege suchen und finden oder doch irren? Ich spreche in Rätseln, die ich selbst nicht lösen kann.

So plagt doch die Frage, wie sie nie mehr geeint sein werden. Oder wollen? War die Trennung womöglich nur recht? War sie Vorsehung? War alles nur auf Zeit und die Uhr tickte aus? Ein ständiges Tack Tick bis hin zur Stille. Oder dem großen Knall, der beide Teile des Eins voneinander sprengte.

Ich weiß, wer dies liest, und ich weiß, wer nicht. Nimmst du die Flaschenpost aus dem Fluss, oder lässt sie doch vorüber ziehen im Strom der längst abgelaufenen Zeit? In der Flasche liegt ein Zettel, nicht unerwartet sondern wartend. Seine Worte sagen: Wenn du mich brauchst, so bin ich da.

Mittwoch, 5. Oktober 2016

GoodDreams von Claudia Pietschmann

Es ist schon erstaunlich, was das Internet und die weltweite Vernetzung mit uns macht. Wir zahlen nicht mit Geld, wir zahlen mit Daten. Vielleicht sind personalisierte Werbeanzeigen nur ein Anfang. Für mich zeigt GoodDreams, wie weit so etwas gehen kann. Denn nur Geld regiert die Welt.

GoodDreams ist ein Social Media Network, längst populärer als das ausgestorbene Facebook. Mit Traumrekordern zeichnen die Menschen ihre luziden Träume auf und posten diese auf ihrem GoodDreams Profil. Die besten unter ihnen produzieren wahre Meisterwerke der Filmkunst, verdienen mit den Träumen sogar ihren Lebensunterhalt.
Leah's Bruder Mika ist ein Profiträumer. Aber er kann nicht mehr träumen, er kann nicht mehr ruhig schlafen. Nur wie sollen sie ohne seinen Verdienst ihren todkranken Vater versorgen? Ein verlockendes Angebot erreicht vier ausgewählte Profiträumer weltweit und bietet dem Gewinner eines Spiels im Traum ein Preisgeld von 250.000 Dollar. Es ist die ultimative Chance für die kleine Familie. Aber wer, wenn nicht Mika, soll in dem Spiel antreten? Leah träumt nicht mehr luzid, fürchtet sich vor den Dämonen ihres Unterbewusstseins. Doch ihr bleibt keine Wahl. Und eine Frage stellt sich bei diesem Spiel, in dem es doch um mehr zu gehen scheint, als um Geld: Kann man in seinen Träumen real sterben?

Dienstag, 4. Oktober 2016

Neuzugang - Buchgeschenk

Meine Freunde kennen mich zu gut. Sie wissen, dass ich für Bücher vielleicht nicht morden, aber zumindest mich selbst vergessen würde. Das klingt so drastisch, dabei ist es nur ein minimal übertriebener Suchtzustand ;).

Wie dem auch sei, meine Freundin hat mir einfach so ein Buch geschenkt. Weil der Klappentext zu mir passt, sagte sie. Nicht gerade ein Kriterium, nach dem ich meinen Lesestoff auswähle, aber gut. Ich begrüße Band 2 der Honigtot Reihe in meinem Regal:

Marlene von Hanni Münzer


Übrigens habe ich Band 1 nie gelesen. Laut der Beschreibung scheint das auch im ersten Moment gar nicht nötig. Mehr werde ich dann wohl erst beim Lesen erfahren :).

Sonntag, 2. Oktober 2016

Momo von Michael Ende - Inspiration für's Leben

Ich habe bisher noch keinen deutschen Klassiker gelesen. Generell bin ich so sehr in der Welt meiner geliebten Fantasy-, Dystopie- und Thriller-Romane gefangen, dass ich kaum zu solchen Büchern wie Momo greife. Ich wusste nicht einmal genau, worum es in Momo überhaupt ging. Ich wusste nur: Momo = Mädchen + Schildkröte. Bis zu dem YouTube Video von Jennifer Jäger’s Lebensverändernden Buchgeschichten.
Ich fand mich in ihrer Erklärung, warum dieses Buch ihr Leben verändert hat, plötzlich selbst wieder. Der ganze Stress seit meinem Umzug Anfang diesen Jahres. Plötzliche Selbstständigkeit – auch wenn ich sie wollte, der Umfang schockte mich irgendwo doch. Ahnungslosigkeit wie man richtig putzt, kocht, wäscht. Unabhängig vom Umzug auch noch der Stress, unter den ich mich auf der Arbeit gesetzt habe. Leistung bringen, schneller, besser, fehlerfreier. Dann im Privaten, das Gefühl, zu viele Bücher und zu wenig Zeit zu haben. Zu viel Ruhezeit zu brauchen von allem und zu wenig zu schreiben. Manchmal, da liege ich einfach nur auf der Couch herum, im Hintergrund läuft der Fernseher, vor meinen Augen liegt das Handy in meiner Hand. Ich zappe zwischen Facebook, E-Mail Konten, Twitter hin und her. Sinn frei. Zeitraubend. Nervenraubend. Es ist wie ausruhen und ruht mich doch nicht. Ich vergeude Zeit, indem ich sie nicht nutze, stresse mich mit diesem Gedanken noch mehr, sodass ich sogar allein durch diesen Gedanken die Zeit verspiele. Wozu arbeite ich jeden Tag 8 Stunden, um mit 67 oder später nicht mehr arbeiten zu müssen? Meine Zeit läuft davon! Ich will doch jetzt leben! Aber ich lebe sie nicht richtig. Nur ab und zu.

Samstag, 1. Oktober 2016

Red Queen von Victoria Aveyard

Mare Barrows lebt in einer Welt der Unterdrückung. Sie ist mit dem falschen Blut, mit der falschen Farbe, geboren und verdammt zu einem Leben in Armut. Wer keinen Job hat, keine Ausbildung, wird man mit 18 in den Krieg einberufen. Einen Krieg, den die Rotblütigung für die Noblen Silberblüter austragen, die das Land beherrschen. Mehr noch, die mit übermenschlichen Fähigkeiten gesegnet sind, jedoch nicht bereit, diese im Krieg einzusetzen. Eine ungerechte Welt, in der Mare täglich um ihres und das Überleben ihrer Familie kämpft. Doch dann offenbart sich ein Geheimnis in Mare, das
sich nicht mal ihr selbst offenbart hatte. Mare hat Kräfte und rotes Blut. Eine gefährliche Kombination, eine Gefährdung für das Königshaus. Ein Staubkorn, das die Waagschale ordentlich ins Wanken bringt.
Die königliche Familie nimmt Mare auf, versteckt sie in den eigenen Reihen als verlorene silberne Prinzessin, die von Rotblütern aufgenommen und erzogen wurde. Fügt sie sich nicht, so ist dies ihr Todesurteil. Ohne Wahl lebt Mare unter den Silbernen und entdeckt bald, dass diese grausame Welt nicht nur schwarz und weiß, nicht nur rot und silbern ist. Und dass sie die Macht hat, diese Welt zu retten.

Mare dachte, sie kennt die Welt. Die Welt ist silbern oder rot, aber immer ungerecht. Nur ein Blick in die Konstrukte in der königlichen Familie, Verstrickungen aus Machtgier und Intrigen, belehren sie eines Besseren. Es hat mich sehr fasziniert, der Blick hinter die Kulissen einer sauber aufgebauten Fassade.