Mittwoch, 23. November 2016

NaNoWriMo 2016 Diary: Tag 18-23

Der November neigt sich dem Ende und mein Zähler sagt, dass mir noch 14.880 Wörter fehlen. Eine Zahl, die mir ziemlich unwirklich vorkommt und mich doch mit Freude erfüllt. Ich habe noch nie eine derart lange Geschichte geschrieben. Ich bin noch immer nicht sicher, ob sie überhaupt jemand lesen will. Ich habe einen recht bösartigen Eindruck von mir in dieser Hinsicht. Es sind ziemlich bedrückende Ängste, aber das gehört wohl mit dazu, wenn man noch gar nichts erreicht hat :). Das Erfolgserlebnis wird sicher kommen. Ich werde an meinem Text lernen und weiter schreiben.

Ich denke, wenn ich meine größten Ängste und negativsten Gedanken aufschreibe, kann ich sie irgendwann mit einem Rotstift abhaken. Eine Einmann-Selbsthilfegruppe. Auf einem Blog. Mit wenigen Lesern. Ok... Dann fange ich mal an :) :


  • Niemand nimmt mein(e) Manuskript(e) an.
  • Lektor/in schickt ungelesen zurück, da es nichts wert ist.
  • Niemand will meine Geschichten lesen.
  • Ich bin nicht geeignet, längere Geschichten zu schreiben.
  • Ich kann mir kein Cover leisten, ohne Cover wird niemand etwas kaufen.
  • Ich kann mir kein professionelles Korrektorat / Lektorat leisten, wie soll das denn was werden?
  • Ich bin furchtbar schlecht im Marketing.
  • Ich bin zu unbekannt.
  • Ich bin zu schlecht.
Das ist mal das, was mir jetzt auf Anhieb einfällt. Es sieht ziemlich aussichtslos aus. Vor allem mit Sachen wie Marketing, Cover, Lektorat, Korrektorat fühle ich mich ziemlich überfordert. Und das Expose... Das habe ich aus Prinzip schon oben nicht aufgelistet. Ein Grauen! 

All diese Gedanken kamen mir die letzten Tage beim Schreiben. Wenn man gar keinen Plan hat, kann das schon erschreckend sein. Aber es bereitet mir so große Freude, diese Geschichte zu erschaffen. Selbst wenn sie keiner will, dann werde ich sie für mich und ein paar Freunde und wer immer ein Exemplar haben will drucken lassen als mein Erstlingswerk. Quasi ein Motivationsbuch im Regal als ein "Wie alles begann" und "Wo ich noch hin will".

Ich habe in meinem Blog ziemlich viel NaNoWriMo Frust heraus gelassen und das ist wirklich befreiend. Ich bin glücklich, mich hier austoben zu können, denn es fängt mich in gewisser Weise immer wieder auf. Es erinnert mich daran, warum ich mir diesen Stress überhaupt antue. Und jetzt kann ich beruhigt weiter schreiben und mein Buch fertig stellen. Ich werde es nach dem November erst einmal 1-2 Wochen liegen lassen, um Abstand zu gewinnen. In dieser Zeit schreibe ich dann meine Weihnachtsgeschichten. Danach kann ich in die Überarbeitung starten und dann kriegen meine Testleser je ein Exemplar zum rot bemalen ;). Immerhin um den Job reißen sich meine Freunde, also kann mein Hobby doch nicht ganz so verkehrt sein :D.

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