Montag, 2. Januar 2017

Winterzauber wider Willen - Sarah Morgan

Die Weihnachts- und Winterlaune hatte mich gepackt im Dezember 2016. Letzteres aber doch ein bisschen mehr. Also schob ich mitten in mein Kernstaub-Lesen einen passenden Roman ein, den ich in der Onleihe ausborgte. Sehnlichst wünsche ich mich seit dem Beenden des Romans „Winterzauber wider Willen“ von Sarah Morgen in ein romantisches Skigebiet mit steilen Pisten, Schlittenhunden und gefrorenen Waldseen. Wenn es hier wenigstens mal Schnee gäbe! Nur genug, dass ich auch hier noch weiter von Snow Crystal träumen kann.
Kayla Green hasst Weihnachten. Nichts würde sie lieber tun, als sich vor dem ganzen Trubel abzuschotten. Am besten mit einem Berg von Arbeit, denn das ist das, was sie am besten kann: Ihre Kunden glücklich machen. Sie geht vollkommen auf als erfolgreiche Marketing-Expertin, ihr Herz schlägt für ihre Berufung. Bis Jackson O’Neil ihre Kompetenzen in Anspruch nimmt um das Skiresort seiner Familie zu retten. Snow Crystal steht vor dem Aus. Ein Familienunternehmen, das mit viel Herzblut und Liebe aufgebaut wurde. Und das mit Abgeschiedenheit im Wald besticht. Kayla sieht ihre Chance, dem Weihnachtsfest dort entfliehen zu können, als Jackson ihr eine Woche dort anbietet, um das Snow Crystal Gefühl zu erleben. Unter dem Vorwand, ihren Job für Snow Crystal perfekt machen zu wollen, reist sie dorthin. Ohne zu ahnen, was sie erwartet. Ohne zu ahnen, welches Gefühlschaos in den verschneiten Wäldern lauert.


Sarah Morgan schafft es mit diesem Buch, eine tiefe Sehnsucht nach dem Skiort Snow Crystal in das Leserherz zu pflanzen. Ich habe diesen fiktiven Ort in Vermont gegooglet. Ich bin enttäuscht, dass ich nur auf die Bücher und die Autorenseite geleitet wurde. Denn seit diesem Buch weiß ich, wie mein Traumurlaub aussieht. Ich will Elche im Wald sehen und mit Schlittenhunden fahren. Ich will heiße Schokolade trinken und Skifahren lernen. Ich will auf gefrorenen Seen Schlittschuhlaufen. Die Bilder aus ihren Worten sind so lebendig geworden in meinen Gedanken. Ich fühlte mich beim Lesen wie im romantischen Winterurlaub.

Doch nicht nur die Bilder haben mich begeistert. Nein, auch die Art der Autorin, Dialoge zu schreiben. So lebhaft und schlagfertig. Ich hätte am liebsten sämtliche witzigen Dialoge abgeschrieben, aber dann müsste ich das ganze Buch kopieren. Oft musste ich lachen oder weinen. Die Ironie, der Sarkasmus, die Freude. In jedem Satz ihrer Charaktere schwang deren ganz persönliche Art mit. In 90% der Fälle musste Sarah Morgan nicht extra dazu schreiben, wer gerade gesprochen hatte. Ich werde mir diese Lebhaftigkeit definitiv zum Vorbild nehmen. Da ich das Buch nur geliehen hatte, muss es wohl auch bald in mein Regal einziehen. Zumal es glitzert!!! Glitzer ist immer ein Argument.

Die Charaktere. So gut man diese Figuren alleine durch die Gespräche schon kennenlernt, so wundervoll sind sie auch gezeichnet. Ich war mitgerissen von Kaylas Sucht nach Arbeit, eher ihrer Flucht in die Arbeit. Welcher Schicksalsschlag kann einen Menschen nur zu solchem Weihnachtshass führen? Und dennoch erhielt Kayla sich stets ihre Schlagfertigkeit.
Jackson ist der typische, heiße Feger in einem Liebesroman. Starker Mann, Muskeln über Muskeln, Sportler, blaue Augen, dunkles Haar. Der Traum aller Frauen! Und er will nur sie! Der Klassiker, nichts Neues sollte man meinen. Aber auch Jackson beeindruckt mit einem starken Willen und einem ausgeprägten „Haben-will-Instinkt“. In diesem Fall zieht er so manches Ass aus dem Ärmel, um Kayla zu begeistern. Und auch sein Umgang mit ihren coolen Sprüchen hat mich oftmals zum Grinsen gebracht. Und seine Aktionen auch zum Weinen.

Die Familie O’Neil ist ein Fall für sich. Der störrische Großvater, die strickende Großmutter, die koch- und backwütige Mutter, der skiverrückte Bruder und seine ebenso skiverrückte Teenie-Tochter, der medizinisch geschickte Zwillingsbruder. Ein Famlien-Dreamteam, selbst ohne den kürzlich verstorbenen Vater. Und hinzu kommen noch zwei Huskys, ein Pudelwelpe, eine Skilehrerin und eine französische Köchin. Die Mischung ist beeindruckend und doch fühlt man durch die Seiten eine Wärme, wann immer sie alle zusammentreffen. Es ist das perfekte Weihnachtsbuch. Jackson sagte, wenn man einmal in Snow Crystal war, verliebt man sich sofort. Ja, recht hat er. Ich bin schrecklich verliebt. Und ich werde im nächsten Jahr unbedingt einen Skiurlaub planen! Denn ein bisschen Snow Crystal Feeling schadet sicher nicht.

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