Sonntag, 19. März 2017

Selection: The One - Kiera Cass

Es ist ganz nah, das große Ziel von America Singer, Maxon zu erobern! Nur noch 4 Mädchen sind im Rennen um den Prinzen. Eine von ihnen wird seine Frau. Aber kann America es allen Stolpersteinen zum Trotz schaffen, Maxon endlich ihre Liebe zu gestehen und gleichzeitig dem Volk zu beweisen, dass sie eine geeignete Prinzessin und künftige Königin ist?

Ich habe Band zwei vor vielleicht einem Jahr gelesen. Das ist lange genug her, dass ich einige Details nicht mehr wusste. Aber ich wusste noch genug, um das Buch zu verstehen (wenn ich auch bei 2 Stellen eine Freundin fragen musste, wie das nochmal war ;)). Damals endete das Buch eigentlich mit einem Cliffhanger, nach dem ich sofort hätte weiterlesen sollen. Aber wer mein Regal kennt, der weiß: Ich lese nicht immer in rationaler Reihenfolge, die große Auswahl ist schuld.

Es hat sich viel verändert seit Beginn von Americas Reise. Neue Gefühle, neue Feinde, neue Probleme. Die Rebellen greifen zu drastischen Maßnahmen, um ihrer Meinung Ausdruck zu verleihen. Die Oberzicke ist plötzlich handzahm und sogar ich begann, sie zu lieben. Und der Prinz scheint mal vollkommen übergeschnappt und mal liebestoll zu sein. In der ersten Hälfte des Buches ging er mir zumindest gehörig auf die Nerven. In dieser Hälfte passierte auch generell nicht sonderlich viel. Es gab die üblichen Partys und gemütliche Stunden im Damensalon. Der übliche Medienrummel, wenn auch dieses Mal eher eingeschränkt. Und das übliche Drama, das wir ja schon aus Band 1 und 2 kennen. Aber nach der Mitte ging es dann endlich rund.


Ich konnte The One nicht mehr aus der Hand legen und musste mich zusammenreißen, nicht Zeile um Zeile zu überspringen, so gebannt war ich von der plötzlich zugespitzten Handlung. Es war ein langsames Zuspitzen und dann ein rasanter Abgang. Ich musste die ein oder andere Träne vergießen. So viel Drama war bald doch zu viel für mein Herz und ich suchte verzweifelt nach einer Lösung des Schlamassels. Dabei ist die Autorin immer sehr realistisch geblieben und hat America nicht zu sehr aus der Reihe tanzen lassen, auch wenn diese es unbedingt wollte. Am Ende wartet ein spektakuläres Finale, in das man eiskalt hineingeworfen und nicht wieder herausgezogen wird. Ich war geschockt über die großartige Wendung, wobei großartig die Ereignisse in der Handlung zu positiv bewertet. Es war schrecklich. Aber es musste geschehen. Und ich musste wieder weinen. 


Alles im Allem hat der finale Band um America und Maxon mir genau das gegeben, was ich erwartet habe. Eine dystopische Geschichte mit königlichem Flair und dem Kleinmädchentraum des Prinzessin-Sein. Ein romantischer Prinz mit klaren Entscheidungsschwierigkeiten, aber immer noch dem nötigen Seufz-Effekt. Und eine Handlung, die der Romanze das nötige Feuer gibt, um sie besonders zu machen. Ich liebte diese Reihe und werde gerne bald die Fortsetzung um die Tochter der beiden lesen, die ich seit 2 Jahren *schäm* signiert im Regal stehen habe. Und ich freue mich auf noch mehr romantisches Prinzessinnenflair in dieser Anschlussreihe ;).

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