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Freitag, 28. April 2017

Die Blutschule - Max Rhode (Sebastian Fitzek)

Die Blutschule ist geschrieben von einem Charakter, den Sebastian Fitzek als Protagonist in "Das Joshua-Profil" geschaffen hat. Klingt kompliziert? Wenn man es ein paar mal vor sich hin sagt, dann ist es gar nicht mehr so schwer zu verstehen. Ich habe lange überlegt, welches der beiden Bücher ich als erstes lesen soll und mich dann für dieses hier entschieden. Im Endeffekt hätte ich wahrscheinlich auch beim Joshua-Profil nicht schlafen können.

Die Brüder Simon und Mark ziehen gezwungenermaßen mit ihren Eltern in ein Häuschen mitten im Nirgendwo. Raus aus dem überfüllten Berlin, hinein in die Einöde Brandenburgs. Die Jungs sind nicht begeistert und ihr Vater hat Mühe, sie von dem tollen Umzug zu überzeugen. Doch so einsam und behaglich ist es in der Gegend, in die sie ziehen, gar nicht. Das Böse lauert im Ungewissen und alte Gruselgeschichten nehmen unerwartete Formen an. Die Blutschule ist die Schule des Überlebens. Der Teufel ist der Lehrer in Menschengestalt.

Donnerstag, 27. April 2017

Die Schöpfer der Geheimnisse - Teil 1: Dem Feuer ergeben

„Komm schon, das wird lustig!“
Aufgeregt wedelte Jonas vor Felicia mit den Armen herum. Sie seufzte. Ihr bester Freund hatte einen seltsamen Sinn für Humor. Dass er diesen Vorschlag wagte, war ihr ein Rätsel. Sie selbst hieß es nicht gut, schließlich ginge dieses Vorhaben auch auf ihre Kappe. Und den Ärger wollte sie sich lieber ersparen.
„Ich weiß nicht“, erwiderte Fee und stellte eines der vielen Bücher aus ihren Armen hinein in den Spind. Sie dachte darüber nach, ob sie das blaue oder das rote Notizbuch mitnehmen sollte. Im Unterricht kritzelte sie lieber in ihren kleinen Schätzen, als dem Stoff zu lauschen. Vor allem die kommende Geschichtsstunde jagte ihr einen Schauer über den Rücken. Mr. Miller war gefühlte hundert Jahre alt, sprach furchtbar langsam und dehnte jedes Wort noch einmal um ein Vielfaches. Er war die personifizierte Nudelmaschine, nur dass er Sätze statt Teig durch seine Gewinde drehte, sie endlos in die Länge zog und das wieder und wieder. Fee schüttelte sich bei der Vorstellung, griff nach dem roten Notizbuch, kramte dazu noch die Geschichtsunterlagen heraus und packte beides in ihre Schultasche.
„Komm schon, bitte!“, flehte Jonas. Er faltete die Hände wie zum Gebet und kniete nieder, als wollte er ihr einen Heiratsantrag machen. Peinlich berührt ließ Fee den Blick umher schweifen. Wenn das einer ihrer Mitschüler sah. 

Mittwoch, 26. April 2017

13 Reasons Why... **Mögliche Spoiler**

Ich habe heute morgen 13 Reasons Why zu Ende gesehen. Ich kann nur bestätigen, dass die Serie noch einmal besser ist, als das Buch. Weil sie so viel mehr beleuchtet. Sie zeigt so viele Facetten auf und was kann ich noch sagen? Die Serie zeigt keine Fiktion. Das ist Realität. Die meisten Menschen, die ich kenne, sind nicht wie Hannah Bakers Pseudo-Freunde. Die meisten Menschen, die ich kenne, liegen mir am Herzen und ich liege ihnen am Herzen. Wir sind füreinander da und haben auch einmal Streit, aber wir kommen darüber hinweg. Wenn nicht, dann trennen sich vielleicht Wege, aber daran enden keine Leben. Hannah Baker hat sich umgebracht. Und viele Menschen tragen eine Mitschuld.

Dienstag, 25. April 2017

Engelsmorgen - Lauren Kate

Es ist selbst für mich eine sehr lange Zeitspanne, wenn ich die Fortsetzung erst um die 5 Jahre später lese. Länger als 1 Jahr nehme ich mir eigentlich nicht als Unterbrechung. Mein Gedächtnis ist nämlich jetzt schon die unordentlichste Schublade, die man sich vorstellen kann. Ich müsste viel mehr Bücher noch einmal lesen, um wieder aufs Neue herauszufinden, warum ich sie so gerne mochte. Aber nun zu Engelsmorgen.

Luce und Daniel wurden zum ersten Mal nicht von dem Fluch getrennt, der auf dem Liebespaar lastet. Doch das beschwört mehr Probleme herauf, als erhofft. Plötzlich scheint die gesamte übernatürliche Welt hinter Luce her zu sein. Und Daniel muss sie beschützen. Er darf sie nicht noch einmal verlieren. Aber Luce will endlich wissen, was in den vielen vergangenen Leben geschehen ist, an die sie sich nicht erinnern kann. Und was der wirkliche Grund ist, dass ein Krieg zwischen Gut und Böse kurz bevor steht.

Freitag, 14. April 2017

Der Dämon ist eine Katze

Was ist es, dieses schreckliche Unglück, das meine Finger von den Tasten zieht? Ich fühle mich wie ein Fähnchen im Atem der Depression. Der Zweifel an mir und meiner Umwelt verschlingt meine Fantasie und lässt einige wenige schwarze Buchstaben auf einem weißen Blatt Papier zurück. Zusammenhanglose Suppe, die von meinem Löffel als trieft und klebrige Flecken auf dem Schreibtisch hinterlässt. Wer bin ich?

Ich verstehe diese Waage der Emotionen nicht, deren Gleichgewicht ich auf eine harte Probe stelle. Überschäumende Glücksgefühle neigen die Wippe herab wie der herunter gezogene Wipfel eines Baumes, ehe er mit Schwung zurück zum Ausgangspunkt schlägt und dabei einige Sekunden auf der anderen Seite verweilt. Der dunklen Seite der Macht, wie man es nennen könnte. Diese Vorstellung erinnert mehr an einen Comic, als an das wahre Leben. Aber ich denke, dass Glück und Unglück unzertrennbar miteinander verknüpft sind. Auf das eine folgt stets das andere. Ein Kreislauf innerhalb der Seele, der mal mehr und mal weniger um den Verstand bringt. 

Stille. Leere. Ich will etwas tun, will es aber doch nicht. Ich wälze mich im Bett, weder mit Tatendrang noch mit der überwiegenden Faulheit bin ich zufrieden. Ich zweifle an Gott und der Welt, an mir, an meiner Beziehung, an meinen Freundschaften, an meinen Fähigkeiten. Ich bin überwältigt von Angst vor Verlust und suhle mich im Leid. Und irgendwann stehe ich auf und sitze wieder an meinem Schreibtisch und öffne das eine Fenster, das hinaus führt aus dem Dunkel: Word.

Während ich mehrere Minuten vor dem Bildschirm verharre, auf Inspiration warte und sie nirgends finde, tickt in meinen Gedanken eine Uhr rückwärts. Sie tickt zurück zum Ausgangspunkt der Waage, zurück in die Mitte. Ich kann das Klacken förmlich hören, wenn die Wippe einrastet und Glück und Unglück wieder im Gleichgewicht sind. Und dann gleiten meine Hände wie von selbst über die Tasten.

Ich spüre die Finger meines inneren Dämons noch immer an meiner Kehle. Bedrohlich streicht die kalte Kralle über meine Haut, über den Trauerkloß, der darunter anschwillt. Ich lasse den Dämon gewähren, schlucke den Kloß herunter und schreibe. Während die Kälte, die er ausstrahlt, bis in meine Knochen kriecht. Es ist ok, ein solch gefährliches Haustier zu halten. Er ist im Grunde wie eine Katze, die um Aufmerksamkeit schnurrt. Der Dämon ist nicht einverstanden mit diesem Vergleich. Aber wir lachen darüber. Gemeinsam. Und seht ihr? Es ist nicht einfach, den inneren Frieden im Gleichgewicht zu halten. Aber es ist doch am schönsten, wenn man ihn mit seiner inneren Katze teilt ;).

Samstag, 1. April 2017

Neuzugänge

Ich komme nicht mehr unter die 60 zu lesenden Bücher xD. Alles, was ich mir vornehmen kann, ist nach und nach zu lesen, mal schneller, mal langsamer. Denn es gibt da so einen Tag im Jahr: Den Geburtstag. Da kriegt man Bücher oder schenkt sie sich selbst. Weihnachten ist nicht ganz so schlimm, aber ein Geburtstag ist tückisch! Ich habe ganze 5 Bücher aus dem Drachenmondverlag auf meinen SuB gelegt. Und es gibt noch weit mehr Bücher dieses Verlages, die ich dann alle beim Sommerfest im Juli einsacken werde. Oh, das wird ein zweistelliger Einkauf mit dreistelligem Betrag. Hier also die aktuellen Neuzugänge vom Drachenmondverlag:

  • Funkenmagie - Liane Mars
  • Water Love - Marion Hübinger
  • Der nächste Freitag kommt bestimmt - Elke Thomazo
  • Ein Käfig aus Rache und Blut - Laura Labas
  • Ein Hauch von Schicksal - Lara Wegner
Ebooks, die nun noch folgen:
  • Between: Zwischen Wahrheit und Lüge - Jennifer Jancke
  • Superbia: Deadly Sins Saga 2 - Lana Rotaru
  • Medusas Fluch - Emily Thomsen
  • Palace of Pleasure - Bobbie Kitt
  • Royal Me: The Masquerade - Tina Köpke
Um dem Ansturm an Büchern wenigstens nicht allzu hilflos gegenüber zu stehen, habe ich mir selbst eine Art Challenge gesetzt. Voraussetzung: Mindestens eine Stunde vor dem Schlafen gehen noch lesen. Ziel: 4-6 Bücher pro Monat verschlingen, unter anderem auch wieder in Lesenächten. Bei lebendigem Leib, ehm, ich meine Einband. Wir werden sehen, wohin das noch ausufert ;).