a

Donnerstag, 20. Juli 2017

Elesztrah - Fanny Bechert

Lysanna, eine Elfe mit verborgenen Fähigkeiten. Aerthas, ein Elf, der ihre Schatten teilt. Beide treffen mit einem gemeinsamen Ziel aufeinander: Den flammenden Lord besiegen. Dabei hat Lysanna eine besondere Motivation, schließlich hat ihr Widersacher ihren menschlichen Geliebten Mitzum in seiner Gewalt. Doch während der Vorbereitungen auf den großen Kampf kommen Lysanna und Aerthas sich näher und entdecken, dass sie weit mehr gemeinsam haben, als sie ahnen.

Ich habe das Buch letztes Jahr nach der Messe bestellt, nachdem ich am Stand keines mehr ergattern konnte. Nun habe ich es endlich gelesen und ich gebe ehrlich zu, dass ich nicht der Typ für High-Fantasy bin. Ich liebe fantastische Welten und Magie und alles, was dazu gehört. Aber irgendwie fehlt mir in solchen Geschichten oft der Bezug zum Hier und Jetzt. Bei Elesztrah hatte ich Schwierigkeiten, mich in diese Welt hinein zu versetzen, weil es mein erstes reines High-Fantasy Buch mit Elfen und Trollen und anderen Wesen war. Dennoch hat mich die Geschichte dann nach 2/3 nicht mehr loslassen wollen. Trotz einiger Zeitsprünge, die die Autorin gekonnt überbrückt hat, kam ich entgegen meiner Schwierigkeiten mit dem Genre in dieser Welt ganz gut zurecht. Wenn es auch dennoch ein wenig befremdlich blieb, aber das ist Geschmackssache.

Dienstag, 4. Juli 2017

Andernach schmeckt - Nach (Man)gold und Cupcakes

Ein Wochenende im Jahr besticht die Innenstadt von Andernach mit den köstlichen Düften von frisch gegrilltem Fleisch, süßen Backwaren und auch fruchtigen Cocktails. International geht es zu auf diesem Event der Geschmacksnerven, auf dem nicht nur die deutsche Küche eine Bühne findet. Ich konnte leider nicht an allen Ständen probieren, mein Magen war zu schnell vollgestopft mit Leckereien. Aber der Besuch hat sich gelohnt und er lohnt sich in jedem Jahr, denn wann sonst trifft man so viele bunte Menschen in der Heimat, wenn nicht auf diesen Veranstaltungen der Stadt Andernach (Auch zur Kulturnacht, zu der ich in diesem Jahr leider nicht gehen kann x_x)? Ich gehe gerne hin und schaue mir die Massen an, wie sie durch die Straßen flanieren und genießen. Und ich gehe mit ihnen und spinne im Kopf meine Geschichten, angeregt von der Stimmung auf dem Fest.


Der Ausflug begann mit einem Grummeln. Es war 13:00. Mein Magen knurrte und ich musste raus! Ich hatte die letzten Stunden in House of Night-Universum verbracht und war vollkommen ausgehungert. Wie gut, dass diese städtische Street Food Veranstaltung nicht weit von meiner Haustüre bereits auf mich wartete. Und dass mir ein guter Freund noch den (Man)gold am Stand des Rathauses angeprangert hatte. Das erste Ziel war also klar. Ich bewaffnete mich mit der Kamera, machte mich auf den Weg zu Manfred und Kollegen. Am Stand des Rathauses angekommen, fing zunächst etwas ganz anderes meinen Blick ein. Bunt bestrichene Brote in den Auslagekästen. Italienischer Frischkäse, Ingwer-Minze, Tomatenbutter und vieles mehr. Auf die Frage, ob ich gerne ein Brot hätte, musste ich nicht lange überlegen. Und ich bekam sogar drei, womit die Wahl aus der Fülle des Angebots schon gar nicht mehr so schwer fiel. Kurz darauf fand ich auch Manfred, der mich begrüßte und natürlich das Gespräch sofort wieder auf den (Man)gold lenkte, dessen Zutaten überwiegend aus der essbaren Stadt Andernach stammten. Außerdem hatte er ihn gemeinsam mit einem Kollegen am Vorabend mit viel Liebe und Mühe zubereitet. Der beste (Man)gold, den man sich vorstellen kann. Ich nahm gleich nach dem Brot ein Stück von dem in Blätterteig gehüllten Gemüse. Und ich konnte von diesem Stück kein Foto machen, so schnell habe ich es anschließend gegessen. Und so satt war ich. Aber ich ging nicht, bevor ich nicht wenigstens die fleißigen Damen und Herren am Stand einmal geknipst habe ;). Außer Manfred, der in diesem Moment außerhalb des Bildes stand. Aber den findet ihr auf seinem Blog mit Foto ;). 

Direkt nebenan gab es fruchtige Cocktails ohne Alkohol. Auf dem Weg zu meinem ausgiebigen Verdauungsspaziergang nahm ich prompt einen mit. Ich fühlte mich dezent übersättigt und schlenderte erst einmal in Richtung Museum, in dem es römisches Brot und Bratwurst gab, die ich aber in diesem Moment leider nicht essen konnte. Ich machte dann einen Schlenker über den Parkplatz, um die alten Traktoren zu bewundern. Schöne Maschinen, von denen ich keine Ahnung habe. Aber als Kinder sind wir immer sehr gerne darauf mitgefahren. Und ebenso schön fand ich später auch die Autos auf der Oldtimer-Ausstellung am Rhein. Irgendwie haben diese Kunstwerke aus einer anderen Zeit einen vollkommen anderen Zauber als die heutigen Karosserien, die eher schlicht und zweckmäßig als schick auf mich wirken. Ich mag das Markante an den alten Wagen, gerade das macht die Kunst für mich aus.

Im Garten an der Stadtmauer fand ich Reihum die Stände unterschiedlicher Andernacher Vereine, von denen ich zu meinem Erstaunen nicht viele kannte. Weltfremd in der eigenen Heimatstadt zu sein ist ein eigenartiges Gefühl. Man steht im Getümmel und kriegt nichts mit. Vielleicht schotte ich mich wirklich zu sehr ab und sollte mehr am Leben da draußen teilhaben. Andererseits wartet daheim ein aufmerksamkeitshungriges Gerät auf dem Schreibtisch, das mit Tastenanschlägen gefüttert werden will. Diese Computer sind eigenwillige Geschöpfe, besonders die mit einem Manuskript auf der Festplatte. Und das Zeitmanagement ist das eigenartigste Tier von allen, kann es doch nicht mehr als zu jammern. Aber ich schweife ab :).

Ich lauschte noch einen Augenblick der Musik der Band auf der Wiese und ging dann weiter, vorbei am Rhein zurück zur Buchhandlung Ankerbuch, die kürzlich in das alte Rathscafé eingezogen war und nun auch Kaffee und Kuchen anbot. Und Bücher. Eine tödliche Kombination, wie mein Geldbeutel ständig warnte. Aber ich blieb stark und gönnte mir statt einem Buch lieber ein paar Cupcakes, die leider so süchtig machen, dass ich nun wohl öfter dorthin muss und früher oder später dabei auch Bücher kaufen werde. Ein Teufelskreis, wenn auch ein willkommener. 


In der Buchhandlung traf ich dann Manfred wieder, der es sich dort zwischenzeitlich mit Isabel (hier ihr Blog ;)) gemütlich gemacht hatte. Seit wir uns im Andernacher Schreibkurs bei Gabriele Keiser kennen lernten, sind wir ein eingeschworenes Team von kreativen Köpfen. Und nicht nur Manfred und Isabel, auch die anderen Mitglieder der Gruppe machen den Andernacher Schreibkurs zu einem Highlight der Woche. Denn irgendwie sind wir über die Monate hinweg mehr geworden, als ein gewöhnlicher Schreibkurs. Gemeinsam genossen wir drei also einen Espresso Macchiato und viel zu leckere Cupcakes, die nach dem Verdauungsspaziergang nur gerade so Platz im Magen fanden. Der (Man)gold war ganz schön herrisch, was das betraf, räumte er den Backwaren doch nur wenig Raum zur Entfaltung ein, sodass ich auf dem Weg zum Museum dann den letzten Cupcake als Gebäck to go mitnehmen musste. 


Im Museum entspannten wir von den letzten Stunden, ließen uns dort auf den bequemen Palettenmöbeln nieder. Wir lachten und erzählten und ich schlürfte noch ein Andernacher Bier, denn Flüssigkeit stieß der (Man)gold nicht ab. Schade um den Cupcake, der den restlichen Abend neben mir auf den Paletten saß und darauf wartete, verspeist zu werden. Ich aß ihn dann, als ich schließlich zuhause ankam. Gesättigt von den Erlebnissen des Tages und irgendwie bar sämtlicher Emotionen. Aber es war keine depressive Leere. Es war die Gewissheit, dass ich einen Tag meines Lebens mit Freude gefüllt hatte und dass dieser Tag nun vorüber war. Eine Zufriedenheit im Geiste, Klarheit und der Wunsch, nun auszuruhen in vollkommener Stille in den eigentlich nie still stehenden Gedanken. Schlecht für die Arbeit am Manuskript. Gut für den Kopf ;).

Sonntag, 2. Juli 2017

House of Night - Loved von P.C. und Kristin Cast

House of Night ist meine Welt. Ich bin in dieser Hinsicht wie ein Potterhead, nur eher ein HoNhead auf die Vampyr-Reihe bezogen. House of Night ist nicht so groß wie Harry Potter. Aber es ist voller Liebe. Eine Liebe, die meine Seele vor langer Zeit geheilt hat. Ich habe es heute bemerkt, als ich Loved zuklappte, was diese Reihe wirklich für mich ausmacht. Und da ist so vieles, das ich dazu sagen könnte.

Vor vielen Jahren fand ich ein Buch, das mich aus meinem Schneckenhaus lockte. House of Night - Gezeichnet. Ich las es und war noch nicht vollkommen verfallen bei Band 1, aber ich war schon irgendwie süchtig. Und spätestens ab Band 2 und 3 war es um mich geschehen. Ich war bis über beide Ohren verliebt und ich habe zum ersten Mal wirklich eine solche Liebe gespürt. Die Liebe und Begeisterung für Bücher, obwohl ich schon seit Jahren gelesen habe. Ein Schleier von Depression hing ja doch immer irgendwo über mir, mal mehr mal weniger, und so erreichte nicht jede Zeile von den wundervollen Werken vor House of Night mein Herz. Versteht mich nicht falsch, ich habe Bücher schon immer mit Freude und Leidenschaft verschlungen, aber ich habe keines je so geliebt wie die Vampyr-Reihe. Und ich fand andere Menschen, die die Reihe liebten - vielleicht nicht so sehr wie ich, aber sie liebten sie. Und ich fand Freunde, die ich bis heute nicht missen will. Aber ich rede zu viel, das soll schließlich eine Rezension sein ;).

Samstag, 1. Juli 2017

Superbia - Deadly Sins Saga (Band 2) von Lana Rotaru

Es ist soweit! Die erste Prüfung steht an. Avery muss sich, um ihr Leben zu retten, Aufgaben um die Sieben Todsünden stellen. Sie hatte die Wahl und sie hätte einfach sterben können. Aber sie wählte die Aufgaben und wenn sie versagt, stirbt sie doch. Avery gibt sich dem Schicksal nicht geschlagen, sie schlägt zurück. Mit Adam und Knox an ihrer Seite, letzterer ein eher unwillkommener Geselle, ist er doch ein Dämon, der bevorzugt den schönen Frauen frönt. Es ist längst zu spät. Avery hat gewählt und die Schicksale der drei sind aneinander gekettet. Doch was erwartet sie in der ersten Prüfung, der Aufgabe zur Sünde des Hochmutes?

Es geht los, wie es im letzten Band endete. Avery und Adam gehen vorerst normal weiter zur Schule und versuchen herauszufinden, worum es sich bei der ersten Prüfung handelt. Dabei lüftet Avery so manches Geheimnis um diverse Mitschüler, was mich nach dem Cliffhanger im Vorgängerband schon fast nicht mehr überrascht hat. Es folgen die üblichen Keifereien mit Knox, der einen anzüglichen Spruch nach dem anderen raushaut. Ich muss zugeben, das hat mich nach einer Weile ziemlich genervt. Schließlich geht die Reise bald in das Reich der Feen, wo Avery, Adam und Knox die erste Aufgabe vermuten.