Donnerstag, 20. Juli 2017

Elesztrah - Fanny Bechert

Lysanna, eine Elfe mit verborgenen Fähigkeiten. Aerthas, ein Elf, der ihre Schatten teilt. Beide treffen mit einem gemeinsamen Ziel aufeinander: Den flammenden Lord besiegen. Dabei hat Lysanna eine besondere Motivation, schließlich hat ihr Widersacher ihren menschlichen Geliebten Mitzum in seiner Gewalt. Doch während der Vorbereitungen auf den großen Kampf kommen Lysanna und Aerthas sich näher und entdecken, dass sie weit mehr gemeinsam haben, als sie ahnen.

Ich habe das Buch letztes Jahr nach der Messe bestellt, nachdem ich am Stand keines mehr ergattern konnte. Nun habe ich es endlich gelesen und ich gebe ehrlich zu, dass ich nicht der Typ für High-Fantasy bin. Ich liebe fantastische Welten und Magie und alles, was dazu gehört. Aber irgendwie fehlt mir in solchen Geschichten oft der Bezug zum Hier und Jetzt. Bei Elesztrah hatte ich Schwierigkeiten, mich in diese Welt hinein zu versetzen, weil es mein erstes reines High-Fantasy Buch mit Elfen und Trollen und anderen Wesen war. Dennoch hat mich die Geschichte dann nach 2/3 nicht mehr loslassen wollen. Trotz einiger Zeitsprünge, die die Autorin gekonnt überbrückt hat, kam ich entgegen meiner Schwierigkeiten mit dem Genre in dieser Welt ganz gut zurecht. Wenn es auch dennoch ein wenig befremdlich blieb, aber das ist Geschmackssache.

Die Geschichte ist aus zwei Perspektiven erzählt. Manche Kapitel erzählt Lysanna, andere Aerthas. Ich fand die Wechsel anfangs gewöhnungsbedürftig. Beim ersten Wechsel hatte ich diesen gar nicht recht realisiert, bis ich dann ein paar Zeilen später darauf stieß. Für mein Empfinden waren die beiden Elfen sich in dieser Hinsicht dann doch zu ähnlich, aber ich fand bald die feinen Unterschiede und konnte die Perspektivwechsel im Lauf des Romans besser auffangen. Die Charaktere habe ich schnell ins Herz geschlossen. Lysanna und Aerthas haben mich die Flammen und das Eis förmlich spüren lassen. 

Ich mag Fanny Becherts Art zu schreiben. Es ist ein lockerer Stil, mit wenigen Höhen und Tiefen. Entgegen der Spannungskurve habe ich ihn oft als eine Art Ruhepol empfunden. Das tat der Spannung nichts ab, im Gegenteil, die Gegensätze ergänzen sich sehr gut. Und zum Grande Finale änderte sich der Ruhepol schlagartig zu einem wahren Feuerwerk aus Ereignissen. Weshalb ich bis tief in die Nacht lesen musste, um das letzte Drittel des Buches zu beenden. Ich habe viel zu wenig geschlafen, aber es hat sich gelohnt.

Die Geschichte selbst ist - wie bereits erwähnt - nicht ganz 100%ig mein Geschmack. Ich habe mitgefiebert, aber nicht genug, dass ich mir nun direkt den zweiten Band zulegen muss. Ich mag die Story und werde sie definitiv weiterlesen. Irgendwann. Vielleicht kaufe ich das Buch schon zur Buchmesse in diesem Jahr, einfach, weil es mich anlacht. Das Ende hatte ich genau so seit einiger Stellen im Verlauf der Handlung erwartet, es war keine große Überraschung, weshalb ich mich jetzt auch noch nicht gedrängt fühle, Band 2 zu kaufen. Dennoch ein sehr lesenswerter Roman im Bereich High-Fantasy. Ich empfehle ihn euch gerne weiter :).

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