Sonntag, 2. Juli 2017

House of Night - Loved von P.C. und Kristin Cast

House of Night ist meine Welt. Ich bin in dieser Hinsicht wie ein Potterhead, nur eher ein HoNhead auf die Vampyr-Reihe bezogen. House of Night ist nicht so groß wie Harry Potter. Aber es ist voller Liebe. Eine Liebe, die meine Seele vor langer Zeit geheilt hat. Ich habe es heute bemerkt, als ich Loved zuklappte, was diese Reihe wirklich für mich ausmacht. Und da ist so vieles, das ich dazu sagen könnte.

Vor vielen Jahren fand ich ein Buch, das mich aus meinem Schneckenhaus lockte. House of Night - Gezeichnet. Ich las es und war noch nicht vollkommen verfallen bei Band 1, aber ich war schon irgendwie süchtig. Und spätestens ab Band 2 und 3 war es um mich geschehen. Ich war bis über beide Ohren verliebt und ich habe zum ersten Mal wirklich eine solche Liebe gespürt. Die Liebe und Begeisterung für Bücher, obwohl ich schon seit Jahren gelesen habe. Ein Schleier von Depression hing ja doch immer irgendwo über mir, mal mehr mal weniger, und so erreichte nicht jede Zeile von den wundervollen Werken vor House of Night mein Herz. Versteht mich nicht falsch, ich habe Bücher schon immer mit Freude und Leidenschaft verschlungen, aber ich habe keines je so geliebt wie die Vampyr-Reihe. Und ich fand andere Menschen, die die Reihe liebten - vielleicht nicht so sehr wie ich, aber sie liebten sie. Und ich fand Freunde, die ich bis heute nicht missen will. Aber ich rede zu viel, das soll schließlich eine Rezension sein ;).


Wer sehr empfindlich für Spoiler ist, ich verrate nichts zum Inhalt. Aber ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Menschen auf unterschiedliche Eingebung unterschiedlich reagieren. Wer diesbezüglich also sensibel reagiert, sollte die Rezension vielleicht nicht weiter lesen. Aber denjenigen sage ich gerne, dass sie das Buch lesen sollen! Eine ausführliche Zusammenfassung der vorgehenden Reihe steht am Anfang. Jedoch ist es besser, die gesamte Reihe gelesen zu haben, ehe man mit Loved beginnt. Denn das Vorwort ist nur zum Auffrischen verwaschener Erinnerungen gut. Ab hier nun die womöglich spoilernde Rezension, die für mein Empfinden nicht spoilert, aber vielleicht für das anderer xD.

Loved ist nicht das beste Buch der House of Night Reihe. Aber es vereint alle charakteristischen Elemente in sich. P.C. und Kristin haben eine ganz eigene Art des Foreshadowing. Da gibt es zum Beispiel einen Sebastian Fitzek, der unscheinbare Hinweise für die Lösung zum Ende schon am Anfang verstreut. Und der Leser sieht sie nicht. Und dann gibt es die Casts, die die Hinweise OFFENSICHTLICH auf die Seite schreiben, sogar fett und kursiv gedruckt und der Leser denkt "Oh nein!" und die Figuren sehen den Hinweis zum verrecken nicht. Wer noch nie aggressiv war, ist es spätestens hier. Und ich habe das über 12 Bände mitgemacht und liebe sie alle für diesen Stil. Fragt mich nicht warum, wahrscheinlich rege ich mich einfach gerne auf xD.

Der nächste Punkt: Surprise! Der Überraschungseffekt. So offensichtlich die Hinweise auch sind, manche führen an der Nase herum. Mutter und Tochter Autorin schaffen in der House of Night Welt winzige Details, die so plötzlich geschehen, dass ich nach Luft schnappe und oft auch anfange zu weinen. Es geht oft ans Herz. Es ist wunderschön und auch traurig.

Die Liebe einer Göttin. Das bewegt mich an den Büchern besonders. Eine Liebe, unerschöpflich und Weise. Ich habe keinen Schimmer, woher die Autorinnen diese Weisheit nehmen und wie sie die Göttin diese Worte sprechen lassen. Aber es ist wundervoll und erheiternd. Und was auch geschieht, wir haben Liebe, immer Liebe. Diese Worte sind heilsam und tröstlich. Und gerade in diesem Jubiläumsband gab es reichlich Liebe. Und mit so Vielem hatte ich nicht gerechnet.

Loved ist der typische House of Night Band. Aber etwas fehlte doch. Ich bin dieser neuen Reihe in der House of Night Welt jetzt schon verfallen, weiß ich doch genau, wie es weitergehen wird. Denn was mir persönlich fehlte, war ... nein, lest es selbst, das wäre zu viel verraten ;). 


Ich gehe lieber noch einmal auf meine geliebten Charaktere ein. Ich finde es sehr authentisch, dass jeder von ihnen seine Lasten zu tragen hat. Und dass sie trotz ständiger, schlauer Sprüche ihrer Göttin doch nie vollkommen auf dem "gesunden" Pfad wandern. Denn genau das ist es. Genau so ist auch das wahre Leben. Nach dem Lesen des Buches "Ziemlich gute Gründe, am Leben zu bleiben" von Matt Haig war ich dermaßen erleuchtet und glücklich. Ich dachte, ich könnte die Welt endlich für immer positiv sehen. Aber dieses Glück hält nie ewig. Der Mensch empfindet. Und er empfindet gut und schlecht. Mal gut, mal schlecht. Und genauso stürzen die Charaktere von einer Misere ins Glück und in die nächste Misere. Denn das ist das Leben. Und das ist so gnadenlos realistisch und ich bin jetzt schon traurig wenn ich an das denke, was im nächsten Band kommen wird. Und gleichzeitig bin ich so vollkommen gebannt von dieser neuen, grandiosen Idee dahinter! Der Beiname der Serie ist nämlich Programm ;). Ich kann es kaum erwarten. Dreht das Jahr vor! Möge die Ungeduld beginnen! 

Merry meet, merry part and merry meet again.

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