Donnerstag, 17. August 2017

Palace of Pleasure - Bobbie Kitt

Als Natalie Lewis das erste Mal Hunter McVeigh begegnet, weiß sie sofort, dass er ein Mistkerl ist: reich, arrogant und leider auch unwiderstehlich sexy. Da Hunter ihr neuer Boss ist, begleitet sie ihn dennoch auf eine Geschäftsreise nach Europa. 

Doch bereits auf dem ersten Zwischenstopp muss sie feststellen, dass der Trip nicht nur der Firma dient. Denn ihr erstes Ziel ist das Palace of Pleasure – ein exklusiver Privatclub, in dem erotisches Vergnügen an erster Stelle steht. Langsam wird Natalie klar, dass sie Hunter nicht nur als Assistentin begleitet, sondern der unverschämte Kerl ganz andere Pläne mit ihr hat …(Quelle: Klappentext)


Es war nach langer Zeit mal wieder eine Erotik-Story. Die Geschichte hat weit mehr Ecken und Kanten, als der Klappentext es vermuten lässt. Natalie Lewis flieht vor ihrer eigenen Gegenwart in eine hoffentlich neue Zukunft. Eine, die ihr ihre Fehler nicht vorhält. Und trifft dabei auf Hunter MacVeigh - zu allem Übel ihr neuer Boss. Die beiden sind sich von Anfang an nicht grün und so entsteht so mancher Konflikt. Aber Hunter merkt schnell, dass Natalie - so lästig sie auch zu sein scheint - einen ganz besonderen Nerv bei ihm trifft. 

Die Reise zum Palace of Pleasure hatte ich mir nicht ganz so... vorgestellt. Es war ungewöhnlich, es war frech und ziemlich unverschämt. Aber ich habe Hunter und seine Kumpane irgendwie doch lieb gewonnen, obwohl mir die anderen zwei noch nicht ganz so geheuer sind. Aber lest selbst, dann versteht ihr meine Skepsis wohl viiiieeeel besser ;).

Die Geschichte hatte allen schönen Ecken und Kanten zum Trotz ihre Schwierigkeiten, mich zu packen. Ich brauchte eine Weile, bis ich wirklich Zugang fand. Ich mochte die Dynamik, das Zusammenspiel und den Hintergrund - wenn dieser auch irgendwie recht blass auf mich wirkte. Er ging ein wenig unter hinter dem heißen, verführerischen Vorhang. Das Palace selbst hat mich vor allem mit dem Wellnessbereich sofort gewonnen. Bobbie Kitt hat ein schönes Bild von der Szenerie gezeichnet, die einen entsprechenden Eindruck hinterlassen hat. Wobei ich auf diverse Zimmer auch gut verzichten könnte, aber man muss ja nicht jede Tür öffnen. Zusammengefasst in diesem Durcheinander meiner verspäteten Bewertung kann ich sagen: Ich hatte Spaß, ich war nicht vollkommen gefesselt und ich würde gerne die Folgebände lesen. Wenn mich der Sinn nach Sinnlichkeit wieder packt, weiß ich, dass ich bei Bobbie Kitt erneut danach suchen werde ;). 

Aber am Ende hätte ich mir auch gerne etwas mehr Tiefe in der Geschichte gewünscht. Tiefe für mich persönlich, die ich nur schwer beschreiben kann. Und bis ich herausfinde, was das heißt, setze ich den nächsten Teil auf die Einkaufsliste (für wenn das Gewissen wieder zulässt xD) und freue mich auf Kingstons Story. Denn dieser Typ hat so ein paar Facetten aufgezeigt, die ich doch ganz gerne verstehen würde. Alles in allem eine empfehlenswerte Erotik-Geschichte, gespickt mit Witzen und einem Hauch Romantik, nicht perfekt aber wundervoll gezeichnet. Mit einer Szenerie, für die "verrucht" genau das richtige Adjektiv ist ;).

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