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Montag, 25. Dezember 2017

Royal Passion von Geneva Lee

Fifty Shades of Grey trifft auf Royals. Im Blitzlichgewitter steht der Mann im Zentrum der Aufmerksamkeit der gesamten Welt: Alle Blicke sind auf Prinz Alexander gerichtet, der seinem Vater auf den Thron von Großbritannien folgen wird. Doch sein Blick richtet sich auf jemand anderen: Clara Bishop. Nachdem er sie auf einer Party überraschend küsst und dann verschwindet, beginnt eine ziemlich heiße Geschichte um das Pärchen, das die Menschen in Atem hält. Clara Bishop weiß nicht, wer sie so traumhaft geküsst hat, bis sie das Bild mit ihm auf der Party auf dem Titelblatt aller Zeitungen erblickt. Die Presse jagt eine Sensation und Alexander jagt Clara. Und er wird nicht aufhören, bis er sie endlich besitzt.



Ein verruchtes Katz und Maus Spiel, das mich leider nicht so sehr in Atem hielt wie die Tratsch-Blättchen in Geneva Lees Geschichte. Ich hatte mir mehr erhofft von dieser Mischung aus Christian Grey und Hardin Scott. Doch offensichtlich war diese Kreuzung giftig, mich selbst konnte sie kaum begeistern. Eine Prise zu viel von Hardin aus der After-Reihe von Anna Todd. Ich konnte nicht warm werden mit Alexander, der mit Dirty Talk um sich wirft als gäbe es kein Morgen mehr. Vielleicht bin ich auch mittlerweile übersättigt von all diesen erotischen Büchern, die nach einem sehr ähnlichen Schema ablaufen. So individuell auch jede dieser Geschichten ist, irgendwann liefert die Inspiration keine Neuerung mehr.

Clara Bishop konnte mich ebenso wenig beeindrucken. Sie ist etwas Besonderes, das ist jeder Mensch - real oder erfunden. Aber mir fehlte etwas, das ich nicht genau beschreiben kann. Ihr wohl gehütetes Geheimnis, das jede Hauptfigur in ihrem Innersten verbirgt, wurde schnell gelüftet und schien mir auch gar nicht so drastisch, wie es dargestellt wurde. Natürlich ein gefundenes Fressen für die Zeitungen. Für mich schien es beinahe unbeeindruckend in dem Sinn, dass ich es nicht als Schande für Clara empfinden konnte. Ich betrachtete das eher mit Stolz, fand es aber für meinen Geschmack für ein Geheimnis in einem solchen Roman als ungeeignet. Claras Zweifel haben mir ebenso häufig sauer aufgestoßen. Für wen das schon zu viele Spoiler sind, bitte einmal die Augen zukneifen, hier könnte noch einer kommen im Rest dieses Absatzes ;). Sie interpretiert in Alexanders verhalten und geht. Sie gibt auf. Sie kämpft nicht. Sie hinterfragt nicht. Zugegeben, Alex ist ein Arsch (auch bedingt durch seine Vergangenheit, deren Geheimnis er mitsamt seinem Herzen sehr tief vergraben hat). Viele Interpretationen von Clara sind korrekt, aber nicht die, die sie gegen sich selbst bezieht. So wenig Selbstbewusstsein, so glaubhaft es auch ist, ich konnte es mir nicht lange durchlesen. Weil es mich so unsagbar traurig machte und ich gegen die Seiten lamentiert habe. Aber es ist wie im wahren Leben... Buchcharaktere und reale Menschen hören einfach nie auf mich!!! ^^

Die Geschichte konnte mich wie bereits erwähnt nicht mitreißen. Ich hatte mehr erwartet und auch die königliche Familie hat mich nicht überrascht. Es schien vorhersehbar, vorgepflastert. Es gab keine plötzlichen Abbiegungen, durch die ich aus der Fassung gebracht wurde. Für mich war es eine schöne, 3 von 5 Sterne Geschichte, die für kurzweiliges Lesevergnügen sorgt, aber nicht heiß auf sofortigen Nachschub macht. Ich habe Royal Passion gerne gelesen, werde die Reihe aber nicht weiter verfolgen. Auch wenn ich doch ganz gerne wissen würde, wie es mit Clara und Alexander weitergeht. 

Wie ich die Geschmäcker der Welt kenne, finden sich da draußen viele Fans, für die Geneva Lee genau die richtigen Geschichten schreibt. In diesem Sinne, danke für die Freude zwischen den Zeilen. Ich habe es in gewisser Weise doch dort genossen :).

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