a

Dienstag, 26. Dezember 2017

Verliebt und zugeschneit - Ellen McCoy

Ich nenne es den SuB-Rundumschlag. Was im Klartext bedeutet: Ohne Sinn und Verstand einen Haufen Bücher kaufen, weil die richtige Saison dafür da ist! In diesem Fall weihnachtet es und ich bin absolut nicht in Weihnachtsstimmung. Ich fühle mich wie an jedem Wochenende mit zwei Tagen Urlaub hinten dran. Nur, dass keine Geschäfte geöffnet haben. Was tun? Ich habe Medimops' Weihnachtsangebot geplündert und mir ein paar Romane mit Winter-Weihnachts-Stimmung bestellt. Und noch ein paar eBooks, weil die Bestellung erst am 27.12.17 ankommt. Und das erste eBook, das ich gelesen habe, ist das Folgende:


Sarah muss weg, weit weg. In ihrer warmen Heimat in Kalifornien hält sie nach der Trennung von ihrem Verlobten nichts mehr. Auch auf die Familie, der das Ansehen wichtiger ist als die Gefühlswelt der Tochter, kann Sarah gut und gerne verzichten. Was bietet sich also gerade zur Weihnachtszeit mehr an, als dieses Desaster? Ein Winterwunderland im verschneiten Alaska, in einem kleinen, abgeschiedenen Örtchen namens North Pole. Sarah mietet kurzerhand ein Haus und fliegt alleine in den Norden. Aber mit dem, was sie dort erwartet, hätte sie absolut nicht gerechnet. Neben der Überforderung, den Kamin in Betrieb zu nehmen, steht der unverschämt attraktive Nachbar Tom plötzlich auf der Matte. Und er ist ebenso überrascht wie Sarah über die unerwartete, neue Nachbarschaft.



Ich hatte winterliche und weihnachtliche Stimmung erwartet. Aber all das wurde mehr von Sarahs Problemen überschattet, die sogar mir den Wunsch einpflanzten, mich in ein weit abgelegenes Dörfchen im tiefsten Schnee zu verkrümeln. Die Autorin hat die Emotionen gut zum Leser transportiert. Nicht das, was ich wollte, aber es formte das Lesen zu einer anderen Art von Vergnügen. Ich fühlte mit und lachte und weinte mit. Aber ich hätte gerne mehr von North Pole gesehen.


Tom fand ich von Anfang an sehr nett, aber seine Befangenheit im Lauf der Geschichte hat die Launen immer wieder schwanken lassen. Sarahs und meine. Sturer Typ, flirtet gern, hat aber Bindungsängste? Und eine zuckersüße Tochter, die man nur ins Herz schließen kann. **VORSICHT, GGF. SPOILER** Seine Entwicklung war im Gegensatz zu Sarahs eher rückläufig. Es war interessant, zu beobachten, wie sie immer freier wurde und er denselben Weg in die entgegengesetzte Richtung lief. Eine Charakterentwicklung, wie ich sie so noch nicht erlebt habe. Es gibt in Liebesromanen oft Missverständnisse zwischen den Pärchen, die die gesamte, sich anbahnende Beziehung plötzlich auf Eis legen, aber diese Konstellation war erfrischend neu für mich. **SPOILER ENDE ;)**

Die gesamte Geschichte hat mich berührt und mitgenommen. Die Konflikte passten gut in das Geschehen, an wenigen Stellen erschien mir der Verlauf recht schnelllebig, aber das war nicht weiter schlimm. Es fügte sich wie ein Puzzle und ich habe Sarahs und Toms Handlung gerne verfolgt. Im Hinterkopf störte aber immerzu diese leise Enttäuschung darüber, dass ich zu wenig Winter-Weihnacht-Stimmung in diesem Roman wahrgenommen habe. Deshalb gibt es leider doch ein wenig Abzug, aber ich hatte Spaß beim Lesen und wer eine schöne Winterromanze sucht, liegt mit "Verliebt und Zugeschneit" gar nicht so falsch :).

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen